Turkmenistan schließt "Tor zur Hölle"

Brennt seit 30 Jahren

Turkmenistan schließt "Tor zur Hölle"

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Der spektakuläre Wüstenkrater in Turkmenistan soll geschlossen werden.

Seit mindestens 30 Jahren lodern die Flammen des Gas-Kraters von Dewerze im Wüstenstaat Turkmenistan. Ein bildgewaltiges Natur-Spektakel. Jährlich besuchen 6.000 Touristen das "Tor zur Hölle" um dieses Spektakel mit eigenen Augen zu sehen,

Turkmenistan schließt
© AFP/APA
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Erdöl-Bohrung 1971

1971 entstand das Loch in der Wüste bei einer Erdöl- Bohrung. Dies ist aber nicht bewiesen, es gibt darüber keine Aufzeichnungen. Eine andere Theorie besagt das Loch brenne seit den 60er-Jahren und wurde entflammt in den späten 80ern. Tatsächlich wurde der Krater auch schon für Propaganda-Zwecke genutzt. Der turkmenische Diktator Berdimuhamedow veröffentlichte im Staatsfernsehen, ein Video, in dem er mit einem Rally-Auto  um den Krater herumfährt. Er wollte damit Gerüchte um seinen Tod beseitigen und als Held auftreten.

Gewinn statt Rauch

Man hatte 2010 schon vergeblich versucht, den Krater zu schließen. Nun möchte man Gewinn daraus schlagen anstatt alles in "Rauch aufgehen zu lassen". Berdimuhamedow möchte das Gas exportieren, dass aus dem Flammen-Krater in der Wüste dringt.

„Wir verlieren wertvolle natürliche Ressourcen, mit denen wir bedeutende Gewinne machen könnten“, sagte der Diktator im Staatsfernsehen. Denn der Wüstenstaat lebt hauptsächlich vom Öl- und Melonen-Export. 

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