"Sieg für Demokratie"

Urteil gegen "Goldene Morgenröte" von Medien als "historisch" gelobt

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Auch konservativer Premier Mitsotakis sprach von ''Sieg der Demokratie'' - Oppositionschef Tsipras: ''Sie waren niemals unschuldig''.

Athen. Das Urteil gegen die Führungsspitze der "Goldene Morgenröte" ist in griechischen Medien am Mittwoch überwiegend positiv bewertet worden. In den Schlagzeilen wurde der Richterspruch, der die rechtsextreme Partei nach einem mehr als fünfjährigen Prozess als "kriminelle Vereinigung" einstufte, als "historisch" und als "Sieg der Demokratie" bezeichnet.
 
Der konservative Ministerpräsident Kyraikos Mitsotakis erklärte ebenfalls: "Die Demokratie hat heute gewonnen. Die unabhängige Justiz hat ihre Antwort gegeben." Der Chef der linkspopulistischen Oppositionspartei Syriza, Alexis Tsipras merkte lakonisch an: "Sie waren niemals unschuldig. Sie wussten es, wir wussten es. Die griechische Justiz hat dies heute mit einem Urteilsspruch bestätigt, der in die Geschichte eingehen wird. Es ist ein großartiger Tag für unsere Demokratie". Weiters fügte Tsipras hinzu: "Wir alle sind jenen Menschen dankbar, die darum gekämpft haben, dass es soweit gekommen ist."
 
Der Schuldspruch gab Magda Fyss recht, der Mutter des 2013 von einem Parteigänger ermordeten Linksaktivisten und Rappers Pavlos Fyssas. Sie galt in den vergangenen sieben Jahren als Symbol des antifaschistischen Kampfes in Griechenland. Kurz nach dem Schuldspruch verließ Magda Fyssa das Berufungsgericht, um mit Gewerkschaftsvertretern und Aktivisten zu feiern, die sich außerhalb des Gebäudes versammelt hatten.
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