Landebahn zu kurz

US-Militärjet stürzt vor Hawaii ins Meer

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Ein Flugzeug der US-Marine ist beim Anflug auf einen Stützpunkt auf Hawaii über die Landebahn hinausgeschossen und ins Meer gestürzt.  

Alle neun Menschen an Bord blieben bei dem Vorfall am Montag (Ortszeit) unverletzt, wie US-Medien unter Berufung auf das Militär berichteten. Sie hätten sich aus dem Flugzeug befreit und seien dann aus dem Wasser gerettet worden, schrieb die "New York Times" unter Berufung auf eine Sprecherin des Stützpunktes.

Die Ursache des Vorfalls war zunächst unklar. Örtliche Medien berichteten von schwierigen Wetterbedingungen mit Regen und Wolken an dem Tag. Auf der Insel Oahu, wo sich der Vorfall ereignete, liegt auch Honolulu, die Hauptstadt des US-Bundesstaates Hawaii.

Erinnerungen an Hudson-Notlandung

Fotos und Videos in örtlichen Medien zeigten, dass das Flugzeug nach dem Vorfall aus dem Wasser ragte. Die Bilder erinnerten an das Flugzeug, das 2009 spektakulär auf dem New Yorker Hudson River notlandete, ohne dass dabei jemand verletzt wurde.

Der Sender CNN berichtete, es handle sich um ein Aufklärungsflugzeug vom Typ P-8A Poseidon. Die Maschine, die den Rumpf des Passagierflugzeugs Boeing 737 habe, könne sowohl Torpedos als auch Marschflugkörper transportieren und werde unter anderem in Aufklärungsmissionen eingesetzt.

Um eine Ausbreitung gefährlicher Stoffe zu verhindern, seien Barrieren im Wasser ausgelegt worden, berichtete der Sender NBC News unter Berufung auf Angaben des US-Marine-Stützpunktes. Dieser liege in der Kaneohe-Bucht, in der sich auch Korallenriffe, eine Brutstätte für Hammerhaie und ein meeresbiologisches Forschungsinstitut der Universität von Hawaii befänden, schrieb die hawaiianische Zeitung "Star Advertiser".

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