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Angst vor Seuche

Virologe: 'Das Virus ist bei uns nicht mehr zu stoppen'

Experte meint, dass wir bisher nur die Spitze des Eisbergs sehen.

Das Coronavirus hat Europa erreicht. In Italien sind mittlerweile 12 Personen an der Erkrankung gestorben, auch in Österreich gibt es die ersten beiden Erkrankungen. Virologe Jonas Schmidt-Chanasit lässt nun mit seiner Einschätzung aufhorchen: „Es ist unwahrscheinlich, dass wir die Ausbreitung des Virus noch stoppen können“, so der Experte zur BILD. „Selbst wenn wir alle Grenzen schließen und den internationalen Flugverkehr einstellen würden, könnten wir die Ausbreitung nur deutlich verlangsamen.“ 
 
Der Experte geht davon aus, dass zahlreiche Menschen das Virus bereits in sich tragen, jedoch noch keine Symptome tragen. „Aktuell sehen wir nur die Spitze vom Eisberg und wissen noch nicht, wie es sich weiterentwickelt“, so Virologe Schmidt-Chanasit.

Deutschland rechnet mit Epidemie

 Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn rechnet hierzulande mit einer Ausbreitung des Coronavirus. "Wir befinden uns am Beginn einer Corona-Epidemie in Deutschland", sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in Berlin. "Die Infektionsketten sind teilweise - und das ist eine neue Qualität - nicht nachzuvollziehen."
 
Vor diesem Hintergrund sei es fraglich, ob die bisherige Strategie zum Eingrenzen des Virus und zum Beenden der Infektionsketten weiter aufgehe. In Deutschland waren seit Dienstagabend bis zum Mittwochabend neun Infektionen bekannt geworden. Die Epidemie schlägt zunehmend auch auf die Wirtschaft durch. Sportevents wie das Formel-1-Rennen in Vietnam und die Olympischen Spiele in Tokio sind ungewiss.
 

Die totale Corona-Panik

Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe: Die Polizei riegelt das Gymnasium Albertgasse 18–22 im 8. Wiener Bezirk und die nähere Umgebung hermetisch ab.
Niemand darf das Gebäude betreten, niemand wird herausgelassen. Eltern, die vor der Schule auf Kinder warten, werden nervös. Bei einer Lehrerin der Schule besteht der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus. Die Frau war vor Kurzem auf Urlaub in Norditalien und bekam Fieber. Sie wurde unter Quarantäne gestellt und auf das Virus hin untersucht.
 
© TZOE/Artner
 
Der Test fiel zum Glück negativ aus. Die Lehrerin wurde aus dem Spital entlassen.
 
Video zum Thema: So breitet sich das Coronavirus aus
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Wiener Gesundheitsstadtrat: "Panikmache!"

Trotzdem wurden die 600 Schüler der insgesamt 25 Klassen des Gymnasiums und die restlichen 70 Lehrer zuvor in der Schule festgesetzt. Jeder Einzelne wurde auf die Krankheit getestet. Auch hier nur negative Ergebnisse. Die Kinder und ­Jugendlichen mussten stundenlang in dem Schulgebäude ausharren. Eltern hatten keinerlei Chance, ihre Kinder vorzeitig von der Schule abzuholen.
 
© TZOE/Artner
 
Angeordnet wurden diese drastischen Maßnahmen vom Gesundheitsministerium.
 
Kritik. Der Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker übt daran heftige Kritik: „Es ist übertrieben, nur auf Verdacht eine Schule zu sperren. Das darf nur auf Basis von Testergebnissen geschehen.“ Hacker spricht von ­„Panikmache“ des Generalsekretärs des Gesundheitsministeriums.
 
© TZOE/Artner

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