US-Soldaten

Kriegsgebiet

Weitere 1.000 US-Soldaten für Afghanistan

USA könnten im Frühjahr auf 15.000 Soldaten aufstocken.

Die USA könnten in diesem Frühjahr weitere 1.000 Soldaten nach Afghanistan schicken. Die "Washington Post" berichtete in der Nacht zum Montag, dass amerikanische Militärs erwarteten, bald 15.000 Soldaten im Land zu haben.
 
   US-Präsident Donald Trump hatte im August seine Afghanistan-Strategie vorgestellt und seitdem nach Jahren der Truppenabzüge die Zahl der US-Soldaten von rund 8.400 auf rund 14.000 erhöht. Die USA werben auch unter anderen NATO-Staaten um mehr Truppen. Einige haben zugestimmt. Auch die deutsche Bundeswehr könnte nach einem Beschluss von Union und SPD in Koalitionssondierungen Mitte Jänner wieder mehr Soldaten schicken, vor allem für die NATO-Trainingsmission für das afghanische Militär.
 
   Die Sicherheitslage in Afghanistan hat sich seit Ende der NATO-Kampfmission im Dezember 2014 drastisch verschlechtert. Die Taliban kontrollieren oder beeinflussen nach Militärangaben wieder um die 13 Prozent des Landes und kämpfen um weitere 30 Prozent.
 
   In der Nacht zum Sonntag hatten die Taliban in der Hauptstadt Kabul ein Hotel angegriffen und nach Regierungsangaben mindestens 18 Menschen getötet. Andere Quellen sprechen von mehr als 40 Toten. Erst nach 17 Stunden konnten Spezialkräfte die letzten der mindestens sechs Attentäter ausschalten. In den Provinzen Balch (Norden), Farah (Westen) und Herat (Westen) töteten die Taliban am Sonntag mit zwei Überfällen auf Sicherheitskräfte und einem an einer Straße gelegten Sprengsatz mindestens weitere 34 Menschen.


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