Bürgermeister verbietet Beamten die Worte

Russland

Bürgermeister verbietet Beamten die Worte "Ich weiß nicht"

Der Bürgermeister der sibirischen Ölstadt Megion hat den Mitarbeitern der Stadtverwaltung untersagt, Sätze wie "Ich kann nicht" oder "Ich weiß nicht" zu gebrauchen.

Ziel sei die Steigerung der Effizienz, sagte seine Sprecherin Oksana Schestakowa am Dienstag. "Es ist eine Anregung für alle Mitarbeiter, zuerst zu denken, bevor sie sprechen", erklärte sie. "Zu sagen 'Ich weiß es nicht', bedeutet nichts anderes, als die eigene Hilflosigkeit zuzugeben."

Insgesamt 25 solcher Sätze hat Bürgermeister Alexander Kusmin den Beamten verboten. Dazu gehören der Sprecherin zufolge auch "Da können wir nichts machen", "Dafür bin ich nicht zuständig", "Das ist unmöglich", "Ich esse gerade zu Mittag", "Dafür gibt es kein Geld" und "Ich war abwesend/krank/im Urlaub". Kusmin, bis zu seiner Wahl vor einem Jahr ein Mann der Wirtschaft, wolle die 54.000-Einwohner-Stadt in der Region Chanty-Mansiisk wachrütteln, sagte die Sprecherin weiter.

Die 2.300 Kilometer östlich von Moskau gelegene Region zählt zu den weltweit größten Ölproduzenten. Die Zahl der Einwohner steigt jährlich um sieben Prozent. Die nicht ausreichende Anzahl an Wohnungen für die Zugezogenen sei das größte Problem in Megion.

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