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Nach Schiffsunglück

Ölpest bedrohte Norwegen

Eine Ölpest hat am Wochenende nach einer Frachter-Havarie die norwegische Westküste bedroht.

Das zyprische Schiff war am Freitagabend auf dem Weg in den russischen Hafen Murmansk im Sturm in der Nähe von Bergen auf Grund gelaufen und in zwei Teile gebrochen. Der Frachter "Server" hatte rund 600 Tonnen Öl an Bord. Fast 300 Tonnen liefen aus und trieben auf ein Vogelschutzgebiet nahe der Inselgemeinde Fedje zu.

Rettungskräfte versuchten am Sonntag zu verhindern, dass noch mehr Öl ausläuft. "Ganz Fedje ist von Öl umgeben, es dringt in alle Buchten", sagte ein Kommunalpolitiker der Zeitung "Aftenposten".

Heck gesunken
Ein Teil des 180 Meter langen Schiffs konnte in einen Hafen geschleppt werden, das Heck versank. Die 25 Besatzungsmitglieder wurden mit einem Hubschrauber gerettet, verletzt wurde niemand. Das Schiff hatte keine Fracht an Bord. Grund für das Unglück könnte nach Angaben des Kapitäns ein Maschinenschaden sein. Die Reinigungsarbeiten könnten bis zu sechs Monate dauern, hieß es.

Schwere Schäden
Der heftige Sturm sorgte auch in anderen Teilen Skandinaviens für schwere Schäden. In Schweden wurden Fähr- und Zugverbindungen am Sonntag unterbrochen. 45.000 Haushalte waren durch umgestürzte Bäume von Stromausfällen betroffen, schätzten schwedische Energieunternehmen. Die Öresund-Brücke zwischen Schweden und Dänemark war zeitweise gesperrt. Im Norden Jütlands (Dänemark) wurden lokalen Radiosendern zufolge etwa 100 Sommerhäuser überflutet.

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