US-Sheriff ließ Häftlinge aus Habgier hungern

Verurteilt

US-Sheriff ließ Häftlinge aus Habgier hungern

Jahrelang hat ein Sheriff im US-Staat Alabama seine Häftlinge hungern lassen, um sich zu bereichern. Nun muss er deswegen selbst ins Gefängnis.

Von Gesetzes wegen standen dem Sheriff 1,75 Dollar (1,29 Euro) pro Tag und Häftling zur Verfügung, um die Insassen zu verpflegen. Den Gefangenen in Morgan County wurde die Regelung zum Verhängnis, dass der Sheriff überschüssige Beträge behalten durfte - als Zuschlag zu seinem regulären Einkommen. So wirtschaftete der jetzt Verurteilte über einen Zeitraum von drei Jahren etwa 212.000 Dollar in die eigene Tasche.

Mickrige Mahlzeiten
Zeugen sagten aus, sie hätten zum Frühstück ein halbes Ei, einen Löffel Haferbrei und eine Toastscheibe bekommen. Das Mittagessen bestand demnach gewöhnlich aus einer Handvoll Pommes frites sowie zwei Sandwich-Scheiben mit etwas Erdnussbutter. Ein Häftling sagte, er habe während seiner fünf Monate im Gefängnis 16 Kilogramm abgenommen.

Richter U.W. Clemon erklärte, der Sheriff werde so lange in Haft bleiben, bis er einen Plan vorlege, der die ausgewogene Ernährung der Häftlinge sicherstelle.

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