Bayerischer Graf fordert Inquisitor an

Skurril

Bayerischer Graf fordert Inquisitor an

Todesfluch innerhalb in der Kirche vermutet.

Innerhalb von nur sechs Jahren sind in einer Kirchengemeinde im bayrischen Ering am Inn fünf Mitglieder der Pfarrei verstorben. Alle befanden sich im Alter zwischen 52 und 64 Jahre alt. In der heutigen Zeit ist es eine gewöhnliche Routine, dass der Gerichtsmediziner die Todesursache feststellt. Doch der Graf der Kirchengemeinde findet, dass in letzter Zeit ein bisschen zu oft gestorben ist.

Todesfluch
„Es kann nicht so weitergehen“, kommt Graf Esterházy (65) zu dem Schluss. Um das vermeintliche Mysterium aufzuklären, fordert der 65-Jährige einen Inquisitor an, um den Todesfluch aus der Kirchengemeinde zu verbannen. In einem Brief an den Passauer Bischof Stefan Oster schreibt er: „Eine Art bischöflicher Inquisitor muss in die Pfarrei kommen und herausfinden, wie aus kirchlicher und christlicher Sicht die ominösen Sterbefälle dieser Würdenträger zu erklären sind.“

Antwort
Die Antwort ließ zwar auf sich warten, aber es kam eine. Das Bistum Passau konnte nicht feststellen, ob es im Pfarrverband Ering im genannten Zeitraum eine höhere Sterblichkeitsrate gab. Außerdem komme man zu dem Entschluss: „Die Forderung nach Einsetzung eines „Inquisitors“ scheidet allein schon deshalb aus, weil es die Inquisition in der katholischen Kirche nicht mehr gibt.“

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