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Banden-Streit

Wieder Teenager in London ermordet

Der Mord soll aus Rache für einen Messerangriff auf ein Gangmitglied verübt worden sein.

Den brutalen Banden-Rivalitäten in London ist schon wieder ein Jugendlicher zum Opfer gefallen. Der 17-jährige Etem Celebi sei bereits der 23. Teenager, der seit Beginn des Jahres von Gangmitgliedern in der britischen Hauptstadt ermordet wurde, berichtete die Zeitung "Evening Standard" am Freitag.

Rache für Angriff auf Gang-Mitglied
Der junge Mann sei aus Rache für einen Messerangriff auf ein Mitglied einer Gang erschossen worden. Er habe mit dem Angriff vor einigen Tagen jedoch nichts zu tun gehabt, sondern sei einfach ausgewählt worden, weil er im "Postleitzahlbezirk der Rivalen" lebte. Celebi sei bei dem willkürlichen Überfall im Stadtteil Stoke Newington von einem Schuss in den Unterleib getroffen worden und in den Armen seiner Eltern verblutet.

Waffenstillstands-Gipfel angekündigt
Unterdessen kündigte die Polizei am Freitag einen sogenannten Waffenstillstands-Gipfel für Londons Jugendbanden an. Dabei soll den mehr als 170 Banden, von denen 13 als schwer bewaffnet gelten, Straffreiheit im Gegenzug dafür angeboten werden, dass sie gewalttätige Auseinandersetzungen einstellen.

Notdienst soll eingerichtet werden
Scotland Yard will zudem nach US-Vorbild einen Notdienst einrichten, an den sich Banden rund um die Uhr mit der Bitte um Streitschlichtung wenden können. Gangs, die sich nicht an den Bemühungen um Eindämmung der Bluttaten beteiligen, droht die Polizei mit konzentrierten Razzien.

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