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Irak-Krieg

Rechtfertigung für Irak-Invasion in Frage gestellt

Verheerendes Zeugnis für Bush-Regierung: Ein US-Senats-Bericht sieht keine Hinweise auf eine Beziehung zwischen Hussein und Al-Kaida.

Der Geheimdienstausschuss des US-Senats hat in einem Bericht offiziell festgestellt, dass es vor dem Irak-Krieg keine Hinweise auf eine Beziehung zwischen Saddam Hussein und dem Terrornetzwerk Al-Kaida gab. Es könne nicht gesagt werden, dass die damalige irakische Regierung den Al-Kaida-Führer Abu Mussab al-Zarqawi geschützt habe, heißt es in dem am Freitag in Washington veröffentlichten Bericht.

Damit wird nach Ansicht der oppositionellen Demokraten die Rechtfertigung von US-Präsident George W. Bush für die Invasion im Irak weiter in Frage gestellt.

Die Regierung Bush hatte vor Kriegsbeginn im März 1991 erklärt, dass der Aufenthalt Zarqawis im Irak eine Verbindung zwischen dem Regime Saddam Husseins und der Al Kaida belege. Zarqawi wurde im Juni dieses Jahres bei einem US-Luftangriff im Irak getötet.

Der lang erwartete Bericht stelle der Regierung ein verheerendes Zeugnis aus, sagte der dem Geheimdienstausschuss angehörende Senator Carl Levin. Bush und Vizepräsident Dick Cheney hätten hartnäckig versucht, Saddam Hussein und die Al Kaida in Verbindung zu bringen. Der über einen Zeitraum von zwei Jahren hinweg erstellt Bericht untersucht auch die Rolle von Informationen der Exilgruppe Irakischer Nationalkongress während des Entscheidungsprozesses vor dem Krieg.



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