28. Oktober 2006 19:50

USA 

Toyota setzt Ford auf dem US-Heimmarkt hart zu

Der US-Automobilmarkt ist heiß umkämpft: Ford muss seine Taurus-Autofabrik schließen, während Toyota zwei neue Werke plant.

Toyota setzt Ford auf dem US-Heimmarkt hart zu
© AP /David Zalubowski

Ford hat die Produktion seines Modells Taurus, des einst erfolgreichsten amerikanischen Pkw, eingestellt. Dies gab der zweitgrößte US-Autokonzern am Freitag bekannt. Ford schließt die große Autofabrik in Atlanta (US-Bundesstaat Georgia) mit insgesamt 1950 Mitarbeitern. Ford bietet ihnen wie allen anderen US-Beschäftigten Frühruhestands- und andere Abfindungsangebote an.

5,8 Millionen Doller Verlust
Ford hatte vor wenigen Tagen für das dritte Quartal 2006 einen gewaltigen Verlust von 5,8 Milliarden Dollar (4,6 Mrd Euro) verbucht. Der schwer angeschlagene Autokonzern will zahlreiche Fabriken schließen und zehntausende von Mitarbeitern nach Hause schicken, um sein Nordamerika-Geschäft zu sanieren.

Erfolgsmodell am Abstellgleis
Ford hatte insgesamt 7,5 Millionen Taurus-Fahrzeuge verkauft, seit der Mittelklasse-Pkw 1985 eingeführt worden war. Es wurden weitere Millionen Sable-Schwestermodelle der Automarke Mercury verkauft. Der Spitzenwert wurde 1992 mit 410.000 verkauften Taurus erreicht. Mit einer späteren Neuauflage des Taurus hatte der US-Autokonzern wenig Glück und wurde vom Toyota Camry und dem Honda Accord bald ins Abseits gedrängt.

Japaner auf Expansionskurs
Toyota plant indes den Bau zweier Werke in Nordamerika. Der japanische Autokonzern prüfe ein Werk zur Herstellung seines beliebten Modells Yaris, wie die japanische Tageszeitung " Mainichi" am Samstag berichtete. Das Werk soll demnach 2009 die Produktion aufnehmen und eine Kapazität von jährlich 200.000 Autos haben. Zudem werde eine weitere Fabrik geplant, die wohl 2010 an den Start gehen soll. Dort will der mittlerweile zweitgrößte Autobauer der Welt nach General Motors sportliche Geländewagen herstellen.

Toyota hat den großen drei etablierten Autoherstellern in den USA - Ford, GM und DaimlerChrysler - in den vergangenen Monaten hart zugesetzt. Auch im Oktober erzielten die Japaner auf dem wichtigsten Automarkt der der Welt, den USA, die stärksten Zuwächse.




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