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Die Facebook-Timeline im oe24-Test

So funktioniert´s

Die Facebook-Timeline im oe24-Test

Wie berichtet, hat Facebook am Mittwoch weltweit seine Online-Zeitliste aktiviert. Offiziell startet die neue Chronik-Ansicht zwar erst am 22. Dezember, auf der Seite "https://www.facebook.com/about/timeline" kann man sie aber schon jetzt aktivieren. Wir haben uns angesehen, welche Änderungen die Timeline für die User bringt und welche Neuerungen bzw. Möglichkeiten sie bietet.

Warum kommt die Timeline?
Facebook und vor allem Mark Zuckerberg wollen mit der neuen Funktion den Mitgliedern ermöglichen, dass sie mit einer magazinartigen Zeitleiste, ihr ganzes Leben präsentieren können. Bisher war Facebook in der Gegenwart verhaftet, im Profil verschwanden Meldungen nach einer Zeit leicht aus dem Blick. Nun wird quasi das ganze (Facebook-)Leben abgebildet und für Freunde zugänglich gemacht. Dabei legt man selbst fest, was im Leben wichtig oder unwichtig ist. Mit der Timeline wird das Ergebnis dann hübsch - aber auch etwas unübersichtlich - zusammengebastelt.

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Die wichtigsten Neuerungen sind mit einem roten Rahmen und einer Beschriftung markiert.

Was ist die Timeline?
Nach der Aktivierung der Timeline, die die bisherige Profilseite ersetzt, bleibt kein Stein auf dem anderen. Wichtigste Neuerung ist die Zeitleiste, die in einer Spalte am rechten Rand ständig eingeblendet wird. Auf ihr werden die Zeitabschnitte (Jetzt, Monat, Jahreszahlen, Geburt) angezeigt. Wenn der User auf eine solche klickt, wird jener Bereich der langen Seite eingeblendet, der diesen Zeitraum abdeckt. Wer will, kann fehlende Jahre hinzufügen und mit diversen Daten (Fotos, Videos, Einträge, etc.) befüllen. Das Ganze funktioniert bis zum Geburtsjahr. Dahinter verbirgt sich auch ein genialer Schachzug. Denn wer viel Zeit und Mühe in seine Chronik investiert, wird das Netzwerk so schnell nicht wieder verlassen.

Muss man umsteigen?
Facebook führt die Timeline automatisch ein. Davon sind alle Nutzer betroffen. Eine Beibehaltung des aktuellen Profils ist nicht möglich. Nach der Information bleiben dem User sieben Tage Zeit, um das neue Profil anzupassen.

Woher kommen die Inhalte?
In der Timeline tauchen alle Einträge auf, die man auf Facebook gepostet hat. Dazu zählen auch Videos und Fotos. Die chronologische Reihung erfolgt automatisch.

Was wird angezeigt?
Andere Facebook-User sehen nicht mehr, als sie jetzt auch sehen können. Denn die Privatsphäre-Einstellungen werden beibehalten. Wenn Sie Inhalte nur mit Freunden teilen, haben nur diese Zugriff auf die Timeline. Sollte Ihr Profil öffentlich zugänglich sein, können alle Mitglieder Ihre Inhalte sehen. Um einen Eindruck von der Timeline zu bekommen, gibt es eine nette Funktion. Bei den Einstellungen gibt es nämlich die Funktion "Anzeigen aus der Sicht von". So sehen Sie selbst, wie Ihre Chronik-Ansicht für Freunde aussieht.

Kann ich einzelne Beiträge verbergen?
Facebook hat jeden Eintrag mit einem kleinen Zahnrad versehen. Dieses erscheint, wenn man den Mauszeiger über den Eintrag bewegt. Mit einem Klick auf das Rad, öffnet sich ein kleines Menü, in dem man einstellen kann, wer den Beitrag sehen darf (niemand, Freunde, alle, etc.).

Wie lösche ich Einträge?
Dieser Schritt gestaltet sich mitunter etwas mühsam. Denn Beiträge können nur einzeln gelöscht werden (Editieren und Entfernen). Besser wäre es, wenn man mehrere Beiträge markieren könnte, um sie im Anschluss gemeinsam zu löschen. Doch eine solche Funktion gibt es leider nicht.

 Wie kann man die neue Ansicht anpassen?
Man kann der Timeline ganz einfach seinen persönlichen Stempel aufdrücken. Dafür muss man nur ein Aufhängerbild (830 x 310 Px) hochladen. Dieses wird dann ganz oben - noch über bzw. hinter dem Profilbild - angezeigt.

Was soll man sonst noch beachten?
Wer sein Leben tatsächlich nur mit Freunden teilen möchte, sollte die Funktion “Beschränke das Publikum für ältere Beiträge” (Privatsphäre-Einstellungen) anwenden. Denn dann werden auch Beiträge, die man für Freunde von Freunden oder die gesamte Facebook-Gemeinde zugänglich gemacht hat, auf einen Streich auf Freunde beschränkt.

Wo liegen die Nachteile?
Für Freunde ist es nun viel einfacher möglich, konkret nach bestimmten Ereignissen zu suchen. Früher nahm es viel Zeit in Anspruch, wenn man einen älteren Beitrag eines Freundes suchen wollte. Jetzt muss man nur noch auf die Jahreszahl klicken und die gewünschten Infos werden angezeigt. So können auch Fehltritte schnell aufgestöbert werden.

Wie sieht das neue Profil eigentlich aus?
Neben dem Aufhängerbild und der Spalte für die Jahreszahlen bleibt auch sonst kein Stein auf dem anderen. So werden unter dem großen Bild Vierecke mit Freunden, Fotos und Videos, dem Standort und Gefällt mir-Angaben angezeigt. Auch die Check-ins (also Orte an denen man war) erscheinen nun ganz oben. Dann folgen die chronologisch gereihten Einträge, die in zwei Spalten aufgeteilt sind. Wichtige Elemente wie Fotos werden größer angezeigt, weniger wichtige sind ziemlich leicht zu übersehen. Wer mit der vorgewählten Ansicht nicht zufrieden ist, kann die Timeline aber jederzeit anpassen.

Fazit
Auf den ersten Blick wirkt die Chronik-Ansicht etwas verwirrend und unübersichtlich. Mit der Zeit bekommt man jedoch ein Gefühl dafür und findest sich immer besser zurecht. Wer gerne in seine Vergangenheit oder in jene seiner Freunde blickt, wird die Timeline lieben. Konservative User könnten aber auch abgeschreckt werden, denn die Einführung der neuen Chronik-Ansicht ist die bisher größte Facebook-Veränderung.

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Noch mehr Infos zu dem Social Network finden Sie in unserem Facebook-Channel.


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