Browser-Vorschau

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Einblicke in den Internet Explorer 9

Nachdem am ersten Tag der Microsoft Entwicklerkonferenz "MIX10" (15. - 17. März) in Las Vegas das neue Handy-Betriebssystem Windows Phone 7 im Mittelpunkt stand, gewährte der Softwareriese am Dienstag (Ortszeit) erste Einblicke in die kommende Version des Internet Explorers (IE).

Mehr Open-Source
Um auch nicht anwesende Personen vom neuen Browser zu überzeugen, hat Microsoft eine eigene Internet-Testseite für den IE 9 eingerichtet (siehe Link unten). Außerdem können sich Entwickler die notwendige Software bereits kostenlos herunterladen. Des Weiteren kündigte der Vizepräsident (Scott Guthrie) an, dass Microsoft ab sofort die Mitarbeit bei Open-Source-Programmen für Internetbrowser verstärken wolle, und diese mit den eigenen Programmen leichter kombinierbar werden.

Neue Regelung
Zwar ist der Internet Explorer noch immer der am weltweit häufigsten verwendete Web-Browser, in den letzten Monaten und Jahren konnte die Konkurrenz jedoch stark zulegen. Vor allem Mozilla und Google setzen Microsoft immer mehr zu und auch die in letzter Zeit häufig aufgetretenen Sicherheitslücken (bei einigen Versionen des IE) haben ihren Beitrag dazu geleistet. In Österreich und Deutschland hat der Firefox den IE als beliebtesten Browser bereits abgelöst. Außerdem gilt seit heute (17. März) in der EU die freie Browserwahl. Dabei werden Windows-User nach dem Start darauf hingewiesen, dass es außer dem IE auch noch anderen Browser gibt. Insgesamt können die User aus 12 unterschiedlichen Browsern wählen.

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Bild: (c) Microsoft; Eindrücke von der IE9-Testseite

Verbesserungen
Damit die Konkurrenz nicht noch weiter davon zieht, soll sich beim IE9 einiges ändern. Zunächst soll einmal die Geschwindigkeit deutlich gesteigert werden. In diesem wichtigen Bereich liegt der IE derzeit weit abgeschlagen hinter Chrome, Firefox, Safari und Opera, die nahezu gleich auf sind. Um das zu erreichen wird laut Microsoft die JavaScript-Engine deutlich beschleunigt. Des Weiteren soll die JS-Engine in Zukunft auch Multicore-Unterstützung erhalten. Dadurch wird während des Surfens die ohnehin mit zahlreichen Aufgaben betraute CPU nicht unnötig belastat, sondern nur der beim Sufren ohnehin "unterbeschäftigte" Grafikprozessor herangezogen. Zusätzlich soll die Stabilität deutlich gesteigert und die Fehleranfälligkeit auf ein Minimum reduziert werden. Auch der neue Standard für Web-Videos HTML5 soll um weitere Formate (Video: MPEG4/H.264, Audio: MP3/AAC) erweitert werden. Ein weiterer Fortschritt ist die Unterstützung von SVG 1.1, was auch für die anderen Browser-Hersteller von entscheidender Bedeutung ist. So können in Zukunft (in allen Browsern) Animationen und Vektorgrafiken ohne den derzeit notwendigen Umweg eines Plug-ins oder einer Weiche direkt integriert werden.

Auf der offiziellen Testseite können Sie sich erste Eindrücke von den Verbesserungen bei Geschwindigkeit, HTML5 und Grafikleistung holen.

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