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Mega-Panne stoppt Dotcoms neue Milliarden-Firma

90 Minuten vor Start

Mega-Panne stoppt Dotcoms neue Milliarden-Firma

Wie an dieser Stelle angekündigt, hat Megaupload-Gründer Kim Dotcom für den 20. Jänner 2017 eine große Überraschung versprochen. Denn da jähren sich die Razzia und das Megaupload-Aus zum fünften Mal. Und der umstrittene Internet-Unternehmer, der nach in Neuseeland, nach wie vor unter Hausarrest steht, hätte beinahe Wort gehalten. Doch 90 Minuten vor dem Start seiner neuen "Milliarden-Firma" kam es zu einer Panne.

Online-Speicher und innovatives Bezahlsystem

Eigentlich wollte Dotcom am fünften Jahrestag einen neuen Online-Speicher und ein innovatives Bezahlsystem starten, das laut dem Internet-Unternehmer mehrere Milliarden Dollar wert sei. 90 Minuten vor dem Start von Megaupload 2.0 kündigte er diesen noch in einem Tweet an:

Doch kurze Zeit später kam es zu einem Problem. Dotcom teilte zunächst via Twitter mit, dass es zu einem ohnehin "erwarteten Schluckauf“ kam. Da spielte er das Problem noch runter.

Mittlerweile vergleicht er den Fehler mit einer „Straßenblockade“, deren Beseitigung wohl ein bis zwei Tage dauern werde.

Ursache unklar

Wie der Newzealand Herald berichtet, ist die Ursache für die Störung noch unklar. Wann Megaupload 2.0 nun tatsächlich online geht, weiß wohl niemand. Wer Kim Dotcom kennt, weiß aber, dass er gemeinsam mit seinen Leuten mit Hochdruck an der Behebung des Fehlers arbeitet.

 

Vorgeschichte

Im Jänner 2012 wurde Megaupload von der US-Bundespolizei FBI geschlossen. Die Behörden in den USA werfen Dotcom Urheberrechtsverletzungen im großen Stil vor, weil auf der Plattform illegal Musikaufnahmen und Filme geteilt wurden. Im Juli 2016 kündigte der Internet-Unternehmer an, dass der Neustart für das Projekt "am fünften Jahrestag der Razzia am 20. Jänner 2017" auf seinem Anwesen in Auckland erfolgen soll. Das runde Jubiläum soll also am Freitag mit einem Megaupload-Comeback gefeiert werden.

Ankündigung

Auf seinem Twitter-Account hat er für den Jahrestag schon einmal eine große Überraschung angekündigt. Da dürfen wir also schon einmal gespannt sein.

Plattform war ein Mega-Erfolg

Megaupload ermöglichte das kostenlose Hoch- und Herunterladen großer Datenmengen und stand zu seinen besten Zeiten auf Platz 13 der meistbesuchten Internetseiten. 50 Millionen Nutzer waren damals täglich auf der Plattform unterwegs; sie sollen für rund vier Prozent des gesamten Datenverkehrs im Netz gesorgt haben.

USA fordern Auslieferung

Der Internetunternehmer kämpft derzeit gegen seine Auslieferung aus Neuseeland an die USA. Dort drohen ihm bis zu 20 Jahre Haft. Nach Auffassung der US-Behörden erwirtschaftete Megaupload illegale Einnahmen von mehr als 175 Mio. Dollar (158,4 Mio. Euro) und verursachte Rechteinhabern von Filmen, Musik und anderen Werken Einnahmeausfälle von mehr als 500 Mio. Dollar.

Ende 2015 hatte ein neuseeländisches Gericht Dotcoms Auslieferung erlaubt. Dagegen wehrt sich der Internetunternehmer. Das Berufungsverfahren soll Ende August beginnen, die Anhörungen werden voraussichtlich vier bis acht Wochen in Anspruch nehmen.

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