Smartphone startete in Amerika

Palm Pre

© Palm

Smartphone startete in Amerika

US-Bürger können sich das Palm Smartphone "Pre" seit Samstag kaufen (wir berichteten). Den Exklusiv-Vertrag für das sehr ansprechend designte Handy sicherte sich der Mobilfunkkonzern "Sprint Nextel". Im Jänner dieses Jahres wurde das Gerät im Rahmen der CES in Las Vegas angekündigt und bei der Handymesse in Barcelona wurde auch eine europäische Version so gut wie bestätigt.

Ausstattung
Obwohl von der Ausstattung des Geräts lange Zeit nicht viel an die Öffentlichkeit gedrungen ist, wurde es von Insidern mit Lob nur so überschüttet und auch in ersten Vorab-Tests erreichte das neue Smartphone durchwegs gute Ergebnisse. Laut Experten ist ein Erfolg auch dringend nötig, denn ein Flop des "Pre" würde den angeschlagenen Hersteller an den Rand des finanziellen Ruins treiben. Die Entwicklung des Smartphones (und jene des neuen Betriebssystems "webOS") wurde vom Risikokapitalgeber "Elevation Partner" finanziert.

Technische Details
135g leicht, L/B/H: 10/6/1,7cm, Bluetooth, WLAN, 3,1-Zoll Touchscreen-Display, 3,5-Zoll-Klinke, 8 GB interner Speicher, 3 MP-Kamera mit LED-Flash, GPS Empfänger, Betriebssystem Palm webOS, etc. - alles sehr gute Voraussetzungen für einen erfolgreichen Verkaufsstart

Kosten
Mit dem Abschluss eines zweijährigen Vertrags bekommen die Amerikaner das Gerät um 199 US-Dollar (rund 150 Euro). Die monatlichen Gebühren beginnen bei 70 Dollar. Ab wann und zu welchen Preisen das "Pre" bei uns zu haben sein wird, steht derzeit genauso wenig wie ein möglicher Vertragspartner fest. Ohne Vertrag liegt der offizielle Verkaufspreis bei 550 US-Dollar. Zurzeit rentiert sich ein Selbstimport jedoch nicht - die in Amerika eingesetzte Mobilfunktechnik "CDMA/EV-DO" wird in Europa nicht unterstützt, ein genauer Starttermin der angekündigten UMTS-(Europa)-Variante ist noch nicht bekannt.

Run auf den Pre?
US-Medienberichten zu Folge waren die Telefone an zahlreichen Verkaufsstellen des Mobilfunk-Partners Sprint Nextel zwar schnell ausverkauft – aber es sollen auch nur relativ wenige Geräte pro Filiale verfügbar gewesen sein. Das Unternehmen selbst sprach von einer starken Nachfrage.

Andere Quellen sprechen hingegen von einem großen Erfolg. So habe das Pre für großen Andrang in den US-Geschäften gesorgt. In zahlreichen Läden sei das High-Tech-Gerät bereits ausverkauft, sagte ein Sprecherin des Vertriebspartners Sprint Nextel. Der Telekomkonzern tue sein Möglichstes, um für Nachschub zu sorgen.

In vielen US-Großstädten bildeten sich Schlangen vor den Geschäften, Kunden warteten ungeduldig auf das neue Handy. Der Ansturm war nicht so groß wie beim Verkaufsstart von Apples iPhone vor zwei Jahren. Palm hofft jedoch aufgrund der Ausstattung des Pre mit einer Mini-Tastatur Kunden zu gewinnen, denen der Touchscreen des iPhone nicht zusagt. Mit der Markteinführung des Pre kommt Palm seinem Rivalen Apple zuvor, der sein neues iPhone wahrscheinlich am 8. Juni vorstellen wird (wir berichteten)

Auch für Sprint Nextel ist der Erfolg des Pre von entscheidender Bedeutung. Der drittgrößte US-Mobilfunkanbieter war im ersten Quartal tief in die roten Zahlen gerutscht und hatte zu Jahresanfang den Abbau von 8.000 Stellen angekündigt.

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