Mass Effect: Die neuen Siedler von Andromeda

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Mass Effect: Die neuen Siedler von Andromeda

Studio Bioware hat eine farbenprächtige, riesige Spielwelt gestaltet und das Mass-Effect-Universum auf intelligente Weise erweitert. So wurde nicht nur altbewährtes aufgewärmt, sondern alles daran gelegt dem Spieler eine neue Erfahrung zu bieten.

SciFi Shitstorm zum Start
Kurz nach dem Launch rollte ein wilder Shitstorm gegen die Macher an, offiziell wegen Bugs und Programmierfehlern. Mass Effect ermöglicht dem Spieler sowohl als Mann oder Frau die Geschichte zu spielen – und im Game Romanzen über Geschlechter- und Alien-Grenzen hinaus möglich sind. Dies hat auch wieder viele Gemüter in Aufruhr gebracht.

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(C) EA

Story
Im Unterschied zu den Vorgängern ist man nicht mehr ein unnahbarer Held im Stil von James Bond oder Han Solo - stattdessen verkörpert man einen Menschen aus Fleisch und Blut, der unerfahren ins Abenteuer rutscht. Überraschend erhält man den Posten des Pathfinders und ist plötzlich für die Kolonialisierung einer neuen Galaxie verantwortlich. Hätte Bioware dieselbe Geschichte gemacht, es aber als Backstory von Commander Shepard (Protagonist von Teil 1-3) erzählt, wären viele Fans sofort begeistert gewesen.

Gameplay
Durch die Erweiterung des Spieluniversums öffnet Bioware viele neue Möglichkeiten, die es zu erforschen gilt. Die Entscheidungsmöglichkeiten in den einzelnen Missionen sind aber nicht mehr so facettenreich, wie es bei den Vorgängern der Fall war. Andromeda ist mehr in der Realität verankert, denn niemand würde wirklich eine ganze Alien-Rasse aus Spaß töten. Das war in den ersten Teilen noch möglich. Ob man die Entwickler deswegen wirklich als Social-Justice-Warrior bezeichnen kann, weil sie die Entscheidungsfreiheit in diesen Fragen einschränken, darf in Abrede gestellt werden. Denn niemand würde einem Pathfinder (Leiter der Besiedlung neuer Welten) folgen, der aggressiv ist und ständig Unschuldige tötet.

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(C) EA

Schwere Geburt
Die Entwicklung von Andromeda selbst hat auch einige Hürden überwinden müssen. Neben dem großen Zeitdruck, gab es mehrere Abgänge im Lead-Team, unter anderem gingen der Storywriter und das halbe Animations-Teams während der Produktion verloren. Auch mitgespielt hat wohl, dass die letzten verbleibenden Gründer von Bioware ebenfalls ihren Hut nahmen.

Daher ist es eigentlich beeindruckend wie qualitativ hochwertig die Planeten und vor allem auch die Geschichte letztendlich wurden. Obwohl die Welt groß und offen ist, passt alles gut zusammen und die Beziehungen, die man zu den anderen Charakteren aufbaut, gehen einem ans Herz.

Fazit
Während die ersten Teile der Serie mehr an Star Wars erinnerten und vor allem die Action und die Rettung des Universums in den Vordergrund stellten,  bietet Andromeda alles, was vor allem Trekkies lieben. Nämlich die Erkundung unerforschter Galaxien und außerirdischer Völker, sowie das Meistern diplomatischer Hürdenläufe. Und wer nach einem harten Tag der Weltraumbesiedlung sich gerne zurücklehnen und die Früchte seiner Arbeit bewundern möchte, der kommt ebenso auf seine Kosten.

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(C) EA

Wer eine opulente Space-Saga im Stile von Star Trek erleben will, nämlich realistisch und glaubwürdig, liegt hier genau richtig. Denn Andromeda ist das Mass Effect einer neuen Generation und ein RPG-Meilenstein, der in jeder Hinsicht eine Verbesserung zu den Vorgängern darstellt.

Mass Effect: Andromeda ist bereits für PC, Xbox One und PS4 erschienen.
Der Aktuelle Verkausfpreis liegt bei rund 40€

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