Der geheime Bond-Drehplan

007 in Bregenz

© AP

Der geheime Bond-Drehplan

Wahrhaftig topsecret wäre James Bond im Auftrag ihrer Majestät in Vorarlberg unterwegs, wäre nur nicht eines der sogenannten „Call Sheets“ verloren gegangen. In diesem Masterplan, der ÖSTERREICH jetzt vorliegt, steht alles darüber, wo, wie und wann Hauptdarsteller Da­niel Craig und die anderen Mitglieder der Filmcrew zu ­erscheinen haben.

30 Minuten in der Maske
So viel ist fix: Die Briten überlassen nichts dem Zufall. Von der Handynummer des Kameramannes bis hin zum Catering-Verantwortlichen ist jeder Kontakt festgehalten. Auch der Anfahrtsplan der Stars wird minutiös aufgelistet. So ist für die Anreise des Bond-Stars vom „Bayerischen Hof“ in Lindau zum Festspielhaus in Bregenz exakt eine 45-Minuten-Fahrt eingeplant. Sofort nach seiner Ankunft am Set wird er für 30 Minuten in die Maske gebeten. Danach hat er 60 Minuten, um sich auf die nächste Szene vorzubereiten.

Gewagter Stunt
Im „Call Sheet“ befinden sich auch wichtige Instruktionen darüber, wo sich das Team exakt einzufinden hat. Festspielhaus bedeutet nicht gleich Festspielhaus: Neben dem Auditorium werden auch die Lobby, der Backstage-Bereich und sogar die Herrentoiletten als Kulisse verwendet. Auch eine genaue Szenenbeschreibung befindet sich in diesem umfangreichen Ablaufplan. So wird Daniel Craig am Donnerstag eine waghalsige Sequenz auf dem Dach des Opernhauses drehen. Hier weist der Masterplan darauf hin, dass höchste Gefahr für die Akteure besteht. Feuerwehr und Rettung haben bereitzustehen, wenn Bond einen Sicherheitsmann k.o. schlägt und daraufhin in die Tiefe fällt. Aber damit nicht genug: Nicht nur, dass der Security metertief stürzt, er landet noch dazu auf dem Autodach des Bösewichts „Dominic Greene“ und wird von dessen Chauffeur erschossen.

Waffen-Etikette
Der Sicherheitsaspekt kommt bei Quantum Of Solace nicht zu kurz, schließlich soll in Bregenz alles reibungslos ablaufen. Deshalb wird beim Gebrauch von Schusswaffen am Set besonders darauf wert gelegt, dass alle Darsteller sich über die Gefahr im Gebrauch mit Waffen bewusst sind. Sicherheitsabstände, damit trotz Platzpatronengebrauches keine Verletzungen passieren sind strikt einzuhalten. Selbst Craig darf nicht ohne Autorisierung des Film-Waffenspezialisten auf seine Gegner direkt zielen – schießen schon gar nicht.

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