Jetzt kommen die 
Opern-Superstars

Kultur

Jetzt kommen die 
Opern-Superstars

Festspiele. Verdis von Ohrwürmern nur so strotzender Geniestreich Il trovatore, seine letzte Oper im Dreigestirn der mittleren Schaffensperiode (nach Rigoletto und La traviata), dürfte das spektakulärste Opernereignis der Salzburger Festspiele 2014 werden.

Tenorissimo. Schuld daran ist die Besetzung: Anna Netrebko, die populärste Operndiva unserer Tage, weltweit auch bekannt als Model für teuren Schmuck und Haute Couture, ist ab 9. August im Großen Festspielhaus als Leonora zu erleben. Ihr zur Seite singt der konkurrenzlose spanische Tenorissimo Plácido Domingo die Bariton-Partie des Grafen Luna.

Furore. Bei ihren Rollendebüts im Dezember in Berlin hatten die beiden Superstars in Verdis trashiger Romanze schon für Furore gesorgt. Francesco Meli gibt den Troubadour Manrico, dessen Stretta „Di quella pira“ mit dem finalen hohen C zu den berühmtesten Verdi-Schlagern gehört.

Die Inszenierung der Oper, die nicht nur über eine Fülle von Melodien, sondern auch über eine bizarre, im Spätmittelalter spielende Handlung um Bruderzwist, Leidenschaft, Schlösser, Scheiterhaufen, Zigeuner, Soldaten und Nonnen verfügt, besorgt der großartige Lette Alvis Hermanis, am Pult steht Daniele Gatti.

E. Hirschmann-Altzinger

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