Klaus Eberhartinger über TV- und Musik-Karriere

Der Mann der Woche

© TZ Österreich/Johannes Kernmayer

Klaus Eberhartinger über TV- und Musik-Karriere

Let’s Dance! Klaus Eberhartinger moderiert im Frühjahr 2008 die vierte Staffel der ORF-Erfolgsshow "Dancing Stars". An der Seite von Mirjam Weichselbraun wird er die Promis tanzen lassen.

Quoten-Gott
Als Klaus Eberhartinger (57) im Finale von Dancing Stars zum Sieger gekürt wurde, sahen bis zu 1,5 Millionen Menschen zu. Ein absoluter Rekord! Der ORF reagierte und engagierte nun den pointensicheren EAV-Frontmann als "Backstage"-Moderator für die vierte Staffel der Top-Show Dancing Stars im Frühjahr 2008.

Mit ÖSTERREICH spricht das Multi-Talent über seine TV-Karriere, die neue EAV-Platte AmoreXL & sein heimliches Glück.

ÖSTERREICH: Gratulation zum neuen Job als "Dancing Star"-Moderator!

Klaus Eberhartinger: Danke! Ich habe zwar noch keinen Vertrag, aber es ist mündlich alles vereinbart. Die Show ist eine Top-Sendung und meine Aufgabe wird mir sicher sehr viel Spaß machen.

ÖSTERREICH: Warum haben Sie das ORF-Angebot angenommen?

Eberhartinger: Ich war nicht schwer zu überreden! Es war ja irgendwie logisch, da ich die Sendung irrsinnig gut kenne. Ich bin als Kandidat selbst durch alle Höhen und Tiefen gegangen – zum Teil auch auf Knien. Es wird sicher lustig sein auf der anderen Seite zu stehen, das Training auslassen zu dürfen und den anderen bei der Erschöpfung zuschauen zu können (lacht).

ÖSTERREICH: Werden Sie als Dancing Star-Sieger spitzzüngiger sein oder haben Sie Mitleid mit den Kandidaten?

Eberhartinger: Als Moderator muss man sich zurücknehmen. Ich mache das, was die Mirjam gemacht hat und werde die Tänzer interviewen. Das war mein Wunsch und dem ist auch entsprochen worden. Die Interviewsituation hinten ist sicher die breitere, persönlichere. Kurz vorher sind alle voller Spannung und danach außer Atem.

ÖSTERREICH: Wie sehen Sie Ihre Rolle in der Show?

Eberhartinger: Bei den Interviews eine möglichst lockere Atmosphäre zu schaffen und die Emotionalität wirklich wirken zu lassen. Das Wichtigste ist, dass man dieses Gefühl oder die eine oder andere spontane Äußerung rauskitzelt. Ich werde sie tanzen lassen!

ÖSTERREICH: Werden Sie Ihr erlerntes Tanz-Können einsetzen und mit Mirjam eine Sohle aufs Parkett legen?

EBERHARTINGER: Nein, vor allem ist das erlernte Können wieder ziemlich eingerostet (lacht)! Da müssten wir ja proben – die Zeit hätte ich gar nicht. Es ist nicht notwendig, dass die Moderatoren tanzen.

ÖSTERREICH: Stimmt die Harmonie zwischen Ihnen und Mirjam Weichselbraun?

Eberhartinger: Das weiß ich nicht. Wir haben kurz geplaudert: Sie freut sich jedenfalls, dass sie es mit mir macht und ich mich auch.

ÖSTERREICH: Sie treten die Nachfolge von Alfons Haider an. Scheuen Sie den Vergleich?

Eberhartinger: Ich gehe da als Eberhartinger rein und bin eine ganz andere Persönlichkeit. Aber sollte er mir als Juror das eine oder andere auflegen, wird sich ein verbales Match nicht verhindern lassen.

ÖSTERREICH: ATV und ORF buhlten um Sie. Wie erklären Sie sich den Hype um Sie?

Eberhartinger: Ich bin ein neues Gesicht, obwohl ich älter bin! Außerdem erwartet man sich von mir Entertainment, weil ich die Leute als Tänzer gut unterhalten habe. Ich verkörpere wohl die österreichische Seele, habe die Zuschauer zum Schmunzeln gebracht und ihnen aus dem Herzen gesprochen.

ÖSTERREICH: Liegt in der TV-Moderation Ihre berufliche Zukunft?

Eberhartinger: Ich möchte gerne mehr Fernsehen machen. Nur eher eine Talkshow, weil ich persönlich werden kann, meine eigene Meinungen vertreten kann, anecken kann und auch ein bissl blödeln. Bei Dancing Stars wird meine Aufgabe sein, das möglichst rund rüber zu bringen. Neutral, wie die österreichische Seele auch ist (lacht)!

ÖSTERREICH: Ihre ATV-Show Quizchampion ist gefloppt. Angst vor der Quotenfalle?

Eberhartinger: Ich habe die Show geliebt – scheiß drauf, was die Quoten sagen. Alle Beteiligten hatten einen großen Spaß. Es war sehr entspannt und toll und es tut mir leid, dass das aus irgendwelchen Gründen doch nicht funktioniert hat.

ÖSTERREICH: Wie war der Wechsel von ATV zum ORF?

Eberhartinger: Auf mich gibt es keine Exklusivität! Die sind ein bissl sauer, weil sie meinen, ich habe ihnen das sehr spät mitgeteilt. Dabei ist die Entscheidung so spät gefallen! Es tut mir leid. Sie hätten mir auch noch andere Formate angeboten, aber alles, was ich im Block drehen muss, geht nicht. Eine unglaublich vorbereitete Live-Show, wie es nur der ORF kann, braucht kein Set – da habe ich dann zwei Tage in der Woche frei. Ich kann die EAV-Tour drumherum bauen. Was auch heißt, ich bin jeden Tag beschäftigt, von 1. Jänner bis Mitte April.

ÖSTERREICH: Am 10. Oktober präsentieren Sie mit Thomas Spitzer Ihre neue EAV-Platte AmoreXL. Was darf man sich davon erwarten?

Eberhartinger: Das wird eine Überraschung sein, weil neben lustigen Nummern auch ein paar ernste drauf sein werden. Es geht um die Liebe – und die ist auch tragisch. Sowie die Verklärung, das kann ich in der Zwischenzeit altersadäquat abhandeln.

ÖSTERREICH: Haben Sie Zeit für die Liebe?

Eberhartinger: Die nehme ich mir! Ich habe seit zwei Jahren eine Freundin, aber es wird kein Outing geben!

ÖSTERREICH: Sie tanzen auf TV- und Showbühnen. Wie halten Sie sich fit?

Eberhartinger: Ich trinke viel grünen Tee, der putscht irrsinnig auf. Wenn ich zu viel trinke, kriege ich einen ganz schönen Pumperer! Damit ich meine Beweglichkeit erhalte, habe ich mich wieder in einem Fitnessstudio eingeschrieben, mache einen Salsa Kurs und werde lernen Triathlon-mäßig zu kraulen.

ÖSTERREICH: Ist das auch ein mentaler Ausgleich?

Eberhartinger: Sportliche Betätigung und die Erschöpfung danach ist ein absoluter Ausgleich. Du bist zwar müde, aber es bringt auch Kraft. Das hängt zusammen. Du musst dich überwinden und dich disziplinieren. Bewegung ist für mich die beste Powerdroge!

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