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Westernstar James Garner ist tot

"Detektiv Rockford"

Westernstar James Garner ist tot

Als Westernstar der 60er-Jahre trumpfte James Garner gerne auf. Ganze 1,90 Meter gab er in seiner Glanzzeit als Körpermaß an. Der Star der TV-Serien "Maverick" und "Detektiv Rockford" ist dem Image seiner zähen Western- und Krimihelden bis ins hohe Alter treu geblieben. Nun ist Garner laut der Szeneseite "TMZ.com" im Alter von 86 Jahren in Los Angeles gestorben.

Kindheit
Ausdauer und Zähigkeit lernte der 1928 geborene James Baumgarner von klein auf. Seine indianische Mutter starb, als er gerade fünf Jahre alt war. Seinem Vater, ein Tischler deutscher Abstammung, rannte er früh davon und suchte sich Jobs auf den Ölfeldern von Texas, als Holzfäller, Soldat im Korea-Krieg und als Model für Badehosen. Schauspielerei war für Garner "nur ein Job", den er nach eigener Überzeugung auch nicht lernen musste. "Mir ging es nicht darum, ein Star zu werden. Ich wollte einfach nur arbeiten", zitierte ihn der Filmdienst "imdb.com".

TV-Rollen
Bekannte in Hollywood besorgten ihm dort die ersten kleinen Rollen. 1957 nahm ihn das Studio Warner Brothers für die Westernserie "Maverick" fest unter Vertrag, die den stattlichen Schauspieler schnell zum Fernsehstar machte. Doch weil er schlecht bezahlt wurde, als die Serie bereits ein Riesenhit war, verklagte Garner das mächtige Studio, kündigte seinen Vertrag und hatte mit diesem mutigen Schritt gleich doppelten Erfolg: Er wurde zum Vizepräsidenten der Schauspielergewerkschaft gewählt und erhielt viele Filmangebote.

Filmstar
Die ersten Leinwanderfolge feierte er 1959 an der Seite von Marlon Brando mit "Sayonara" und in den 1960er-Jahren in den Doris-Day-Streifen "Eine zu viel im Bett" und "Was diese Frau so alles treibt". In den 1970er-Jahren wurde er noch einmal in der TV-Serie "Detektiv Rockford - Anruf genügt" als Fersnseh-Star gefeiert. Eine Oscar-Nominierung holte sich der Schauspieler 1985 an der Seite von Sally Field in dem Streifen "Die Zweite Wahl - Eine Romanze".

Seine letzten Erfolge
In den letzten Jahren war Garner noch als Synchronsprecher aktiv. Vor zehn Jahren machte er aber auch noch vor der Kamera eine gute Figur: In dem Liebesdrama "Wie ein einziger Tag" (2004) spielte er den fürsorglichen Ehemann einer an Alzheimer erkrankten Frau. Zwei Jahre zuvor spielte Garner in dem Frauenfilm "Die göttlichen Geheimnisse der Ya-Ya-Schwestern" den Leinwandvater von Sandra Bullock. Davor mischte er neben Clint Eastwood und Donald Sutherland in "Space Cowboys" mit.

Vorzeige Ehemann
Das Image vom konservativen Gesetzeshüter und Frauenheld stimmte allerdings nur auf der Leinwand. Seit 1956 war Garner mit derselben Frau zusammen. Der engagierte Demokrat hatte Lois Clarke auf einer politischen Kundgebung kennengelernt und zwei Wochen später geheiratet.

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