Puff-Kollegin: Puff-Kollegin:

"Katzi"-Skandal

© APA/Presslehner

 

Puff-Kollegin: "Sie war eine Prostituierte"

Nicht jeder, der am Strich geht, muss eine Linie haben. Die Affäre der Woche ist ein Musterbeispiel dafür:

Montag wurde bekannt, dass Richard Lugners blutjunge Freundin "Katzi" Anastasia Sokol eine aufregende Vergangenheit hat: Die 20-jährige soll vor neun Monaten noch im Wiener "Gentlemen Club" viel unter Männer gekommen sein und wenigstens 100 Euro dafür verlangt haben.

Dienstag ließ das Escort-Girl – Katzi soll ihren 77-jährigen Herzkönig und dessen Tochter zum Opernball begleiten – per Anwaltsbrief wissen: Alles nicht wahr. Sie sei nur dreimal im Sex-Etablissement gewesen, habe dort aber nie gearbeitet, sondern nur Werbefotos für das Kultmotorrad Harley Davidson gemacht – und habe für die Aufnahmen 100 Euro bekommen. Jedes weitere Wort sei Verleumdung.

Mit 19 Jahren schon den Busen operiert
Mittwoch fand ÖSTERREICH eine Kronzeugin, die über "Katzis" Schutzbehauptung lacht. Denn die hübsche Slowakin Jana K. (29) war mit der nunmehrigen Baumeister-Freundin im Frühling 2009 fast jede Nacht zusammen – als Arbeitskollegin im "Gentlemen Club". Und Rotlicht-Profi Jana lässt keinen Zweifel daran: "Anastasia war genau so Prostituierte wie ich".

Mittlerweile arbeitet Jana in der fashionablen Schönbrunner "Schloßbar" – erinnert sich aber an die frühere Kollegin genau: "Mir fiel sofort auf, dass sie mit 19 Jahren schon den Busen operiert hatte, das ist sogar in unserem Gewerbe ungewöhnlich." Beim Warten auf Kundschaft plauderte Anastasia am Tresen aus, ihre Mama sei Russin und habe einen Österreicher geheiratet. Seit der Scheidung der Eltern fühlte sich die Blondine aber oft allein. Jana: "Sie litt – und hatte eine Zeit lang sogar Bulimie." In guten Momenten verriet Anastasia ihre Träume: "Sie sagte, dass sie wieder in die Schule gehen und neu starten will."

Anastasia verliebte sich in einen ihrer Freier
Im Februar und März 2009 herrschte gute Stimmung im Sex-Club. Im April begann Anastasia, es sich mit Kolleginnen zu verscherzen, weil sie den anderen Stammfreier abwarb, indem sie auch Verkehr ohne Schutz anbot. "In einen Gast namens Michi", verrät Augenzeugin Jana, "hat sie sich dann verliebt: groß, blond, blaue Augen, Mitte dreißig."

Doch Michi war an einer Beziehung nicht interessiert. Richard Lugner wenig später schon. Zumindest bis heute.

Katzis Puff-Kollegin im Interview:

ÖSTERREICH: "Katzi", Richard Lugners Freundin sagt, sie habe nie im "Gentlemen Club" gearbeitet, sondern dort nur einmal Werbefotos für Harley Davidson-Bikes gemacht.

JANA K.: Ich weiß; das ist der Rotlicht-Witz der Woche. Wahr ist allerdings, dass Anastasia vergangenes Jahr drei Monate lang im „Gentlemen Club“ meine Kollegin war.

ÖSTERREICH: Ihre Kollegin als Prostituierte?

JANA: Als Animiermädchen. Aber natürlich geht jede von uns auch ins Separée. Die meisten Männer kommen ja in eine Bar, weil sie Sex haben wollen.

ÖSTERREICH: Und wie viele Separée-Kunden hattet ihr damals so jede Nacht?

JANA: Im "Gentlemen Club" waren wir vier bis fünf Mädchen – und jede hatte zwei bis drei Männer pro Abend.

ÖSTERREICH: Sex kostete von 100 Euro aufwärts?

JANA: Ja, für eine halbe Stunde. Für eine ganze Stunde wurden 190 Euro verrechnet – die Hälfte davon gehört dem Mädchen. Aber wir haben auch an den Konsumationen der Besucher mitverdient, was sich läppert. Denn schon ein Piccolo-Champagner kostet 79 Euro – und ich komme manchmal auf vier große Flaschen in einer Nacht. Dann brauch‘ ich aber am nächsten Tag eine Hendlsuppe.

ÖSTERREICH: Wie kam es zu den umstrittenen Foto-Aufnahmen?

Jana: Die wurden damals als Werbung für die Internet-Seite des Clubs und eine Diashow gemacht, die in der Bar lief, um Appetit auf uns zu machen. Alles andere ist Unsinn.

ÖSTERREICH: Wann haben Sie Anastasia aus den Augen verloren?

JANA: Vergangenen April habe ich die Bar gewechselt, weil die Stimmung nicht mehr gut war. Anastasia hat den anderen Mädchen sogar Stammgäste weggebraten, weil sie jeden sexuellen Wunsch erfüllt – also auch Verkehr ohne Schutz und bizarre Praktiken. Als ich ging, war sie noch im Geschäft – und das ist erst neun Monate her.

Club-Besitzer: "Katzi war kein Callgirl"
Mittwochabend meldete sich der Besitzer des "Gentlemen Club" (Firmenname GC Gastro GmbH) via Anwältin Margit Kaufmann. Er verteidigt – wohl auch im eigenen Interesse – die Ehre von Lugner-Katzi Anastasia Sokol. Kernbotschaften: Katzi habe „zu keiner Zeit als Callgirl“ in dem Etablissement gearbeitet. Und das sei überdies kein Bordell, sondern "ein Nightclub mit individuellem Freizeitangebot." Die "Klarstellung" überrascht nicht wirklich. Offiziell gibt es in keiner Bar Sex, sonst müssten Katzis, die dort ihre Mäuse verdienen, als Dirnen registriert sein. 90 Prozent aller Animiermädchen sind aber "Tänzerin" von Beruf.

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