12. März 2010 10:40
Knapp zwei Jahre nach dem Tod Yves Saint Laurents widmet Paris dem
französischen Modezaren eine große Ausstellung. Das Petit Palais zeigt mehr
als 300 Kreationen des Designers, der die Mode für Frauen revolutioniert hat
und sie in Hosenanzüge steckte. Zahlreiche Fotografien und Publikationen
sollen Einblick in das Leben und Wirken eines Modeschöpfers geben, der in
Frankreich unter dem Label YSL zu einem Mythos geworden ist.
Der Designer, dessen Markenzeichen eine große schwarze Kastenbrille war,
starb 2008 im Alter von 71 Jahren. Die letzte große Retrospektive fand 1983
im Metropolitan Museum in New York statt. Die Ausstellung in dem Museum nahe
der Champs Elysees dauert bis 29. August.
Modegeschichte
Gezeigt werden die berühmtesten Modelle, mit
denen YSL Modegeschichte schrieb: der Damen-Smoking, seine
Trapez-Kleider, die blumengemusterten Kaminkleider oder der Ballonrock.
Seine Haute-Couture-Kreationen waren von Mondrian, Picasso, Matisse und
Braque inspiriert. Für den Moderevolutionär liefen die teuersten Mannequins
wie Claudia Schiffer und Laetitia Casta über den Laufsteg, aber auch Carla
Bruni, die Frau des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy, unter deren
Schirmherrschaft die Ausstellung stattfindet.
Kostbare Sammlung
Die kostbaren Haute-Couture-Modelle, mit denen Yves
Saint Laurent 40 Jahre lang die Modewelt faszinierte, stammen aus der
Sammlung der Fondation Pierre Berge - Yves Saint Laurent. Der Modedesigner
hatte diese Stiftung 2004 zusammen mit seinem Lebensgefährten, dem
Geschäftsmann Pierre Berge, gegründet. Ihr Fundus umfasst rund 5.000
Kleider, 15.000 Accessoires und Zeichnungen.
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