Krise macht Wohnen teurer

 

Krise macht Wohnen teurer

 

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Ende August waren in Österreich 4,14 Milliarden Euro in Wohnbau-Anleihen investiert – und in gleicher Höhe wurden günstige Wohnbau-Darlehen zur Finanzierung von diversen Projekten ausgegeben – in Kombination mit der Wohnbauförderung wird so sozialer Wohnbau möglich: In Wien werden derzeit etwa 7.000 Wohnungen pro Jahr neu gebaut und rund 10.000 saniert.


Wohnbauförderung verpufft
„Die positive Wirkung der Wohnbauförderung für soziale vertretbare Mieten und für den Bau als Konjunkturmotor droht zu verpuffen“, fürchtet Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SP). Denn beim „Bankenpaket“ der Bundesregierung habe man die Einlagensicherung für die Wohnbaubanken schlicht ausgelassen.


Anleger flüchten
Jetzt spüre man, dass sehr viele ältere Wohnbau-Darlehen verkauft würden und dass die Nachfrage nach neuen Anleihen sinke, weil die großteils privaten Anleger auf staatlich garantierte Anlage-Formen umsteigen. Die Konsequenz daraus ist wiederum für Mieter fatal: „Die Bereitstellung von günstigem Geld, die bisher weitgehend unabhängig vom internationalen Finanzmarkt funktionierte und eine der sichersten Anlageformen war, ist für die Leistbarkeit des Wohnens enorm wichtig“, erklärt Ludwig. Müssen die Bauträger mangels günstiger Wohnbaudarlehen auf den freien Finanzmarkt ausweichen, verteuern sich die Kosten für Kredite explosionsartig – was sich natürlich im Endeffekt auf die Bau- und Mietkosten niederschlägt. Ludwig sieht nur einen Weg, um diesem Dilemma zu entkommen: „Ich appelliere an die Regierung, die staatliche Einlagensicherung auf die Wohnbaubanken auszudehnen.“

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