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Auto-Knacker nach Wildwest-Verfolgungsjagd verhaftet

Polizeiauto abgedrängt

Auto-Knacker nach Wildwest-Verfolgungsjagd verhaftet

Die Polizei hat eine internationale Bande zerschlagen, die in Wien, Nieder- und Oberösterreich mindestens elf teure Autos gestohlen haben soll. Drei Männer wurden in der Nacht auf den 10. Oktober nach einem Diebstahlsversuch in Dürnkrut (Bezirk Gänserndorf) und einer anschließenden Verfolgungsjagd festgenommen, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Nach vier weiteren Verdächtigen wird gefahndet.

Die Ermittlungen unter Federführung des Landeskriminalamtes Wien liefen seit Mitte August. Gestohlen wurden teure Fahrzeuge mit Keyless-Systemen - darunter vor allem Modelle deutscher Autohersteller. In Zusammenarbeit mit der SOKO Burgenland und der Spezialeinheit Cobra wurden schließlich am 10. Oktober gegen 24.00 Uhr drei Männer bei einem versuchten Autodiebstahl in Niederösterreich beobachtet.

Spektakuläre Verfolgungsjagd endete mit Unfall

Beim Zugriff der Ermittler flüchteten die Täter mit ihrem eigenen Fahrzeug, es kam zu einer "spektakulären Verfolgungsjagd", berichtete Polizeisprecherin Irina Steirer. Die Männer versuchten mehrmals bei einer Geschwindigkeit von bis zu 130 km/h, die Polizeiautos abzudrängen. Schließlich verlor der Lenker selbst die Kontrolle über sein Fahrzeug, der Wagen kam von der Straße ab und überschlug sich. Alle drei Männer wurden verletzt und noch am Unfallort festgenommen.

Die Täter hatten Werkzeug wie einen sogenannten Schlosszieher dabei. Außerdem wurde ein elektronischer Unterbrecher für Keyless-Systeme sichergestellt. Aufgrund der Auswertung von DNA-Spuren werden den Männern derzeit elf Diebstähle zugeordnet. Der Gesamtschaden beträgt mehrere hunderttausend Euro. Vier der gestohlenen Fahrzeuge wurden inzwischen in Tschechien und der Slowakei sichergestellt.

Die Festgenommenen - ein tadschikischer, ein ukrainischer und ein deutsch-ukrainischer Staatsbürger - sitzen in Untersuchungshaft. Sie streiten die Diebstähle ab oder schweigen in den Einvernahmen, sagte Polizeisprecherin Steirer. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Gegen vier weitere Verdächtige wurden EU-Haftbefehl angeregt. Bei den Männern handelt es sich um einen Tschechen, einen Weißrussen und zwei Ukrainer.

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