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Bankomat-Sprenger sind lästige Amateure

Fast jede Nacht 1 Coup

Bankomat-Sprenger sind lästige Amateure

Seiten: 12

Seit eine Profi-Bande in Alien-Kostümen in der Nacht auf den 18. April in der Ghegagasse beim Arsenal 170.000 Euro bei der erfolgreichen Sprengung eines Raiffeisen-Geldautomaten ergattert hat, sind jetzt auch Trittbrettfahrer mit Schläuchen, Fernzündungen und Flüssiggas unterwegs, um ebenfalls so einen Bankomat-Jackpot zu landen.

Explosion
Bloß: Die Versuche der Amateure, die Automaten zu sprengen, sind bislang erfolglos, einer katastrophal verlaufen: Wie berichtet, sprengte sich am 26. April Danijel T. – Wiener aus Kärnten mit bosnischen Wurzeln – in der Bank Austria am Tesarekplatz selbst in die Luft: Erstens, weil die Zündschnur zu kurz war, und zweitens, weil sich just in diesem Augenblick ein Software-Update einschaltete und durch einen Funken das falsch dosierte Sauerstoff-Gas-Gemisch zur Detonation brachte. Beute: 7.000 Euro aus einer nicht ganz geknackten Geldlade.

Strumpf-Maskerade
Der 26-Jährige liegt seitdem schwer verletzt (und schwer bewacht) im UKH Meidling, während seine Komplizen ohne ihn einen erfolglosen Coup nach dem anderen landen: So in der Nacht auf den 29. April in Heiligenkreuz oder eine Nacht darauf in Klausen-Leopoldsdorf. Bei einem der beiden Coups wurde ein auffallend schlanker Täter mit fast durchsichtiger Nylonstrumpfhose über dem gebräunten Gesicht geblitzt, wie er ohne Beute aus dem Bank-Foyer läuft – derselbe Mann wurde nur drei Nächte später bei einer misslungenen Bankomat-Sprengung in Sigleß von der Überwachungskamera gefilmt.

Neue Befragungen
Oberst Norbert Janitsch von den Ermittlern im Burgenland ist überzeugt: „Die Fotos zeigen ein und dieselbe Person. Zumindest Heiligenkreuz und Sigleß gehen auf das Konto ein und derselben Bande, die übrigens für den Diebstahl bei uns einen silbernen Passat-Kombi in Wien gestohlen hat.“ Ob genau diese Männer auch die anderen Stümper-Coups begangenen haben, könnte zumindest einer wissen: Danijel T. Die Fahnder wollen ihn jetzt noch einmal im Krankenhaus aufsuchen und eingehend befragen.

Mehr zum jüngsten Coup der Bankomat-Bande auf Seite 2 >>>

Autor: Roland Kopt
Seiten: 12
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