Bankomatbande

Coup in Salzburg

Bankomat-Bande macht munter weiter

Wieder wurde ein Bankomat aus der Verankerung gerissen.

Zwei Wochen lang war es ziemlich ruhig um die sogenannten Bankomatbanden. Doch in der Nacht auf Donnerstag schlugen die Serientäter wieder zu. Was beweist, dass die verhafteten Slowaken – ÖSTERREICH berichtete – einer anderen Gruppe angehören dürften.

Die Täter haben sich diesmal einen Geldausgabeautomaten an der stark frequentierten B 311 in Lofer ausgesucht. Die Ganoven schlugen zuerst eine Fensterscheibe des Foyers des Supermarktes am Kreisverkehr der Pinzgauer Bundesstraße ein. Dann rissen sie den Geldschrank mit einer starken Kette und einem Pkw aus seiner Verankerung – luden den Bankomaten ein und verschwanden nahezu spurlos.

Gleiche Handschrift
„Aufgrund der Vorgangsweise vermuten wir, dass es sich um eine Tätergruppe handelt, die auch schon in Niederösterreich zugeschlagen hat“, schildert ein Ermittler den Stand der Untersuchungen. Die Profigangster hinterließen außer ein paar Reifenspuren keine brauchbaren Hinweise. Nur die Vorgehensweise ähnelt stark der einer anderen Gang. Der Tatzeitpunkt stand auch noch nicht fest. Ein Zeitungsausfahrer schlug kurz nach 3.30 Uhr Alarm, als er die Verwüstungen im Eingangsbereich entdeckte.

Vier Gruppen
Kriminal-Experten gehen davon aus, dass, abgesehen von der verhafteten Slowaken-Bande, noch vier weitere Tätergruppen in Österreich ihr Unwesen treiben. Der Sachschaden an der Supermarkt-Filiale ist beträchtlich. Die Höhe der erbeuteten Bargeldsumme stand noch nicht fest. Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Da der Tatort an der stark befahrenen Bundesstraße liegt, hoffen die Fahnder auf sachdienliche Beobachtungen. Anrainer hatten zwar Lärm vernommen, konnten aber keine brauchbaren Angaben machen. Das Katz-und Maus-Spiel zwischen Bankomatdieben und Polizei geht munter weiter. Die Ganoven sind derzeit einen Schritt voraus.

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