Das Ende der Halsketten-Räuber

Rumänen-Duo

© TZ Oesterreich/Niesner

Das Ende der Halsketten-Räuber

Wien. Schon seit April war George M. in Wien als Serienräuber unterwegs. Der 31-jährige Rumäne, der seit zwei Jahren in ­Österreich ist, hat ein ausgesprochenes Drogenproblem – er spritzt Heroin – und zugleich große kriminelle Energie, Geld für das Suchtgift auf die krumme, aber vor allem brutale Tour aufzustellen. Mit seiner Freundin Claudia G. (eine ebenfalls nach Wien zugewanderte Rumänin) ging der Drogensüchtige immer wieder quer durch alle Bezirke spazieren, um als unauffälliges Pärchen ältere Frauen zu suchen, die Schmuck trugen und nicht mehr gut zu Fuß waren.

Überfall und Schmerzen
im Stiegenhaus
Das Duo verfolgte seine Opfer bis ins Stiegenhaus. Und wenn dann die Seniorinnen ihre Wohnungstür aufsperrten, riss George ihnen mit roher Gewalt die Goldketten vom Hals. Einige Frauen erlitten dabei schmerzhafte Wunden (siehe kleines Foto).

Nach dem 13. Coup und einem Schaden von 12.970 Euro war dann aber Schluss: Eine 82-jährige Dame hatte sich das Gesicht ihres Peinigers (und seine sportliche Kleidung) zu gut eingeprägt – die Kripo konnte den Serientäter und danach auch seine Komplizin auf offener Straße im 15. Bezirk festnehmen. Zuerst war das Pärchen gegenüber der Kripo eher verschlossen. Doch als es endlich zu reden begann, gab George auch noch 19 Einbrüche in Autos zu. So erbeutete er Navi-Geräte und Handys um 8.200 Euro. George M. sitzt wegen gewerbsmäßigen schweren Raubs, Claudia G. wegen Beihilfe dazu.

Autor: R. Kopt
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