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Das Geständnis der Sniper

Widersprüche

Das Geständnis der Sniper

21 Opfer, drei von ihnen schwer verletzt, Angst in der ganzen Stadt: Lukas G. und Raphael R., die beiden Wiener Sniper, wanderten für ihre Wahnsinnstaten in der Nacht auf 30. September in U-Haft.

Bei den Polizei-Einvernahmen, die News zitiert, haben die Burschen jetzt weitere Taten zugegeben.

Attentat auf Donauinse
„Das erste Mal haben wir Ende Juli auf der Donauinsel auf eine Person geschossen. Ich habe abgedrückt“, gab Lukas G. im Verhör zu Protokoll (Original-Aussagen rechts). Dazu Mario Hejl von der Polizei: „Zu dieser Tat hat sich kein Opfer gemeldet.“ Nur 12 Stunden später wollen Lukas und Raphael die Waffe wieder „ausprobiert“ haben – doch da widersprechen sich die Aussagen der jungen Burschen zum ersten Mal.

„Schüsse auf 3 Personen“
Raphael R.: „Ich habe auf ein Verkehrsschild und auf Lampen gezielt.“ Lukas G. hingegen behauptet: „Raphael beschoss drei Personen, eine davon hat er mit Sicherheit getroffen, weil sie laut aufschrie.“

Chauffeur oder Schütze?
Es ist nicht der einzige Widerspruch: Auch über den 15. September 2011, an dem sie die Irrfahrt mit dem Opel von Raphaels Mutter starteten, herrscht „Uneinigkeit“: Lukas G., ein Scheidungskind, der wenig Freunde hatte, sagt, dass sie abwechselnd auf Täter geschossen haben. Raphael R., psychisch lädiert, sagt indes, nur als Chauffeur gedient zu haben. Später jedoch: „Ich habe nie auf Menschen gezielt.“ Deshalb sind die beiden U-Häftlinge jetzt zerstritten – ÖSTERREICH berichtete.

Über das Motiv kann die Polizei derzeit nur mutmaßen: War es versteckte Aggression? Allmachts-Wahn? Hass auf Menschen?

Zumindest darüber sind sie sich einig: „Wir wollten niemanden verletzen, sondern nur ein paar Menschen erschrecken.“

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