Doping-Prozess: Angst vor nächster Bombe

Ex-Sportmanager

© TZ Österreich

Doping-Prozess: Angst vor nächster Bombe

Der Prozess am Wiener Landesgericht gibt tiefe Einblicke in die Welt der Höchstleistungen. Schon am ersten Verhandlungstag ließ der angeklagte Ex-Sportmanager Stefan Matschiner aufhorchen: "Spitzensport ist scheinheilig“, erzählte er Richterin Martina Spreitzer-Kropiunik. "Alle machen das. Und es hat sich nichts geändert.“

Spannung
Heute wird das Verfahren fortgesetzt. Und für Spannung ist gesorgt. Denn in einem Teilgeständnis hat Matschiner bereits zugegeben, dass er acht von ihm betreute Sportler jahrelang mit illegalen Präparaten wie EPO, Testosteron und Wachstumshormonen versorgte. Aber er nannte nur drei Namen: Ex-Tour de France-Star Bernhard Kohl, dessen Schweizer Teamkollegen Markus Zberg und die Triathletin Lisa Hütthaler (wird heute als Zeugin aussagen).

Kronzeuge
Groß die Neugier daher, ob Matschiner jetzt weitere Stars mit in den Dopingsumpf zieht (bei einer Hausdurchsuchung wurden die Trainingspläne einiger Radchampions gefunden). Heikel auch der zweite Anklagepunkt: Blutdoping wird seit 1. August 2008 mit bis zu drei Jahren Haft bestraft. Matschiner hatte eine eigene Blutzentrifuge, mitfinanziert von Langlauf-Olympiasieger Christian Hoffmann, heute ebenfalls im Zeugenstand.

Matschiner behauptet, die Zentrifuge in Österreich nach Inkrafttreten des Gesetzes nicht mehr verwendet zu haben. Ex-Schützling Bernhard Kohl widersprach ihm als Kronzeuge – und verriet: Q"Insgesamt hat mich das Doping rund 50.000 Euro gekostet.“

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