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Tragödie in Niederösterreich

Eltern mit Baseballschläger getötet: Jetzt spricht der Täter

Wieder ist es in Niederösterreich zu einer furchtbaren Tragödie im Familienkreis gekommen. Erst Ende des vergangenen Jahres schockte die blutige Story einer Mutter (35), die ihre drei Kinder, ihren Bruder, die krebskranke Mutter und sich selbst in Böheimkirchen erschoss.

Nicht einmal einen Monat später drehte jetzt der 48-jährige Gerald B. in Perchtoldsdorf im Haus seiner betagten Eltern durch. Der mit der Pflege seiner gehörlosen Eltern ­offenbar völlig überforderte Sohn soll Dienstag um 6.30 Uhr in der Früh mit einem Baseballschläger mehrmals auf seine noch schlafenden Eltern eingeschlagen haben. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Polizeisprecher Johann Baumschläger bestätigt mehrere wuchtige Schläge gegen die Köpfe der Opfer: „Es war eine massive Gewalteinwirkung.“

Opfer feierten erst im 
Vorjahr Goldene Hochzeit

Notruf. Nur eine halbe Stunde nach der Horror-Tat rief der Sohn selbst beim Notruf an, um den Doppelmord zu gestehen. Als die Polizei mit einem Großaufgebot in die Alfred-Merz-Gasse in Perchtoldsdorf kam, öffnete Gerald B. die Tür und ließ sich widerstandslos festnehmen.

Das Motiv für die Bluttat dürfte tatsächlich in der Familien- und Krankheitsgeschichte liegen. Sowohl der Vater Wilfried (85) als auch die Mutter Hannelore (75), die im Vorjahr die Goldene Hochzeit gefeiert hatten, waren schwerhörig bzw. gehörlos. Die beiden Schwestern von Gerald B. sind ebenfalls taub, wobei eine von ihnen sehr erfolgreich auf einer Behörde als Juristin arbeitet. Nur der Sohn konnte von Geburt an hören und war deshalb in der Familie der Außenseiter. Jetzt musste er sich um seine pflegebedürftigen Eltern kümmern und wohnte sogar bei ihnen. Doch der 48-Jährige kam damit nicht zurecht – und lief Amok.

(kor, lae)

Täter: "Habe keinen Ausweg gesehen"

In der ersten Einvernahme soll sich Gerald B. geständig gezeigt haben. Schon bei der Verhaftung war er laut Polizeisprecher Johann Baumschlager „sehr gefasst“. Wider­standslos ließ er sich festnehmen. Hernach wurde er im LKA in Mödling von der Mordgruppe Etz stundenlang verhört. Gegenüber einem Anwalt, der den Fall übernehmen möchte, äußerste sich der 48-jährige Niederösterreicher am Telefon mit nur einem Satz: „Ich habe keinen Ausweg mehr gesehen.“ Nach der Einvernahme wird der Doppelmord-Verdächtige in das Landes­gericht nach Wiener Neustadt überstellt werden. Die Leichen der beiden Opfer wurden noch am Vormittag abtransportiert, die übrigen Verwandten wie etwa die Schwester, die in Wiener Neustadt arbeitet, werden betreut und zu den Hintergründen befragt.

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