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Falsche Rapid-Fans angezeigt

"Hooligan" frei

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Falsche Rapid-Fans angezeigt

Ein Prozess am Bezirksgericht Favoriten wirft ein schiefes Licht auf die Wiener Polizei: Es geht um Ausschreitungen nach einem Derby Rapid-Austria (1:1) im August 2009. Am Reumannplatz stießen Rapid-Fans mit der Exekutive zusammen, drei Beamte wurden verletzt, es gab sechs Festnahmen. Darunter ein 21-Jähriger, der am Freitag vor Richterin Katharina Lewy stand: Er soll einen Beamten von hinten zu Boden gerissen und getreten haben. Der Wiener wurde kurzfristig verhaftet und wegen „tätlichen Angriffs auf einen Beamten“ angezeigt. Ihm drohten deshalb sechs Monate Haft.

Videobeweis tauchte auf
Doch bei der Verhandlung tauchte ein Amateurvideo auf: Darauf ist zu sehen, dass der Angeklagte ruhig am Rande der Rangelei steht, während der Beamte von Unbekannten zu Boden gerissen wird. Dennoch wurde der 21-Jährige angezeigt. Auch zu sehen: Ein ebenfalls unbeteiligter Fan wird grob verhaftet. Auch er landete vor Gericht, wegen „versuchter schwerer Körperverletzung“. Nur wegen des zufällig aufgetauchten Videos gab es in beiden Fällen Freisprüche (nicht rechtskräftig).

„Was wäre, wenn es das Video nicht gegeben hätte? Erschreckend, wenn man der Polizei nicht glauben kann“, sagt Anwalt Philipp Winkler. Er hat ein Verfahren gegen den Beamten beantragt: Wegen Verleumdung und falscher Zeugenaussage.

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