Mann in eigener Wohnung beinahe erfroren

Eisige Kälte

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Mann in eigener Wohnung beinahe erfroren

Starke Schneefälle und eisige Kälte: Der Winter hat Österreich rechtzeitig zum kalendarischen Beginn weiter fest im Griff. In Sierning (Bezirk Steyr-Land) ist ein 62-Jähriger in seiner Wohnung beinahe erfroren. Er hatte es offenbar zwei Tage lang nicht geschafft, den Ofen anzuheizen. Der Mann wurde mit Erfrierungen an Händen, Beinen und an der Nase ins Spital eingeliefert.

Die ehemalige Arbeitgeberin des 62-Jährigen hatte am Sonntag Anzeige erstattet, weil sie schon länger nichts mehr von ihm gehört hatte. Die Polizei sah daraufhin bei der Wohnung des Mannes nach. Da sich aber auf Klopfen und Läuten niemand meldete, wurde mit Hilfe der Feuerwehr die Tür aufgebrochen. Die Beamten fanden den 62-Jährigen blutverschmiert - er hatte offenbar Nasenbluten gehabt - und halb erfroren. Der Mann gab an, er habe versucht, den Ofen anzuheizen, was ihm aber nicht gelungen sei.

Vekehrschaos
In der Stadt Salzburg, im Flachgau und - am Rande auch ein wenig Lofer (Pinzgau) - gab es in der Nacht auf Montag starke Schneefälle. Zwischen fünf (Lofer) bis zu 15 Zentimetern (Stadt und Flachgau) hat es geschneit, und die weiße Pracht wird hier auch noch am Vormittag vom Himmel fallen. Innergebirg gab es keinen Schnee, sagte Bernhard Niedermoser von der Wetterdienststelle Salzburg. Dementsprechend hat sich der Schneefall in dieser Gebieten auch auf den Verkehr ausgewirkt.

In und um die Stadt Salzburg gab es am frühen Morgen ein Verkehrschaos wegen der schwierigen Fahrbedingungen und des vielen Neuschnees auf den Straßen. Im Frühverkehr kam es zu umfangreichen Staus auf allen größeren Zufahrtsstraßen in die Stadt Salzburg. Zum Teil verspäteten sich Autofahrer um bis zu eineinhalb Stunden auf dem Weg zu ihren Arbeitsplätzen. Auf den Autobahnen (A1 und A10) gibt es schneebedeckte Fahrbahnen, es hat am Rande der Stadt auch schon hängengebliebene Lkw gegen.

Zehn Zentimeter Neuschnee
Seit zwei Uhr früh sind allein in der Stadt Salzburg 38 Schneepflüge unterwegs, seit fünf Uhr räumen 100 Mitarbeiter des Winterdienstes Gehsteige und kleine Wege, sagte Michael Wanner, Leiter des städtischen Winterdienstes. Seit 2.00 Uhr sind auch 28 Schneepflüge im Flachgau und im Tennengau mit den Räumarbeiten beschäftigt.

Im Waldviertel und Mostviertel gab es am Montagmorgen bis zu zehn Zentimeter Neuschnee.

Autobahnsperren in Oberösterreich
Die Innkreisautobahn (A8) und die Welser Autobahn (A25) wurden in Oberösterreich am Montag nach Unfällen gesperrt. Teils gab es kilometerlange Staus. Im gesamten Bundesland kam es zu zahlreichen kleineren Unfällen auf den schneeglatten Straßen, laut Polizei endeten die meisten aber verhältnismäßig glimpflich.

Auf der schneeglatten A8 zwischen Meggenhofen und Aistersheim verlor in der Nacht auf Montag ein alkoholisierter Lkw-Lenker die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der Sattelschlepper kippte um und blockierte beide Fahrstreifen. Die Polizei musste die Autobahn für die Aufräumarbeiten in beiden Richtungen sperren, der Verkehr wurde umgeleitet. Der Lenker blieb bei dem Unfall unverletzt. In Richtung Suben war die A8 am Vormittag immer noch gesperrt, sie wird voraussichtlich erst zu Mittag wieder freigegeben.

Auch die Welser Autobahn (A25) musste in der Früh nach dem Zusammenstoß von zwei Lkw zwischen Haid und Weißkirchen gesperrt werden. Verletzt wurde niemand. Auf der Pyhrnautobahn (A9) im Lainbergtunnel forderte der Zusammenstoß mehrerer Fahrzeuge vier Leichtverletzte. Auch hier gab es eine kurzzeitige Sperre.

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