Neonazi-Gruppe in Kärnten ausgeforscht

Denkmalschändung

© Raunig

Neonazi-Gruppe in Kärnten ausgeforscht

Fünf Burschen im Alter von 17 bis 19 Jahre sind vom Stadtpolizeikommando Villach wegen der Schändung des "Denkmals der Namen" - es erinnert an die Opfer des Nationalsozialismus - überführt worden. Laut ORF Kärnten wurde im Zuge der Ermittlungen vom Landesamt für Verfassungsschutz (LVT) nun auch eine dazugehörige Neonazi-Gruppe ausgeforscht. Die Burschen - Schüler und Lehrlinge - wurden wegen schwerer Sachbeschädigung angezeigt.

Neonazi-Gruppe
"Die Jugendlichen gehörten zu einer organisierten Neonazi-Gruppe", sagte Erich Londer vom Stadtpolizeikommando Villach. Die Gruppe soll in den vergangenen Jahren mehrere Sachbeschädigungen am Denkmal begangen haben. Der Verein "Erinnern", der das Denmal vor Jahren initiiert hatte, hat die Exekutive bei ihren Nachforschungen unterstützt. Die Burschen haben offensichtlich übersehen, dass sie bei der letzen Schändung im Frühjahr von einer Kamera gefilmt worden waren. Die Videoaufzeichnungen führten nun zu den Tätern.

Flugblätter
Im Zuge der Ermittlungen der Exekutive fand die Polizei in einem Villacher Gebäude auch Flugblätter mit neonazistischem Inhalt, SS-Symbole und Hakenkreuzfahnen. Laut Staatsanwältin Gabriele Lutschounig wurden zwei verschiedene Tätergruppen angezeigt. Die fünf Burschen werden sich wegen schwerer Sachbeschädigung, die restliche Gruppe der Neonazis wegen Verstößen gegen das Verbotsgesetz verantworten müssen.

Laut Londer wurde das "Denkmal der Namen" in Villach vor einigen Tagen erneut beschädigt, allerdings handelte es sich hier um "zwei Jugendliche, die einfach einen Blödsinn anstellten".

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