Caritas-Chef:

"Politik muss Armen helfen"

ÖSTERREICH: 2016, das Jahr der Hasspostings, Wahl-Schlammschlachten, Rechtspopulisten und Kriege. Sind Sie verzweifelt ob des Hasses?

Michael Landau: Weihnachten ist ein Fest der Hoffnung und nach einem Jahr wie diesem können wir die auch brauchen. Ich sehe durch meine Arbeit bei der Caritas aber, was alles möglich ist. Es ist bewegend, wie viele Menschen kommen und helfen, wenn es auf sie ankommt. Wir hatten noch nie so viele Sachspenden und Freiwillige wie 2016. Also wenn Sie fragen, ob ich verzweifelt bin: Nein!

ÖSTERREICH: Nach der Wahl ist das Land gespalten. Was muss die Politik jetzt tun?

Landau: Wenn die Regierung die große Solidarität, die da ist, fördert und sich gleichzeitig, der Not, die es gibt, aktiv stellt, ist das der beste Weg, um den Zusammenhalt zu befördern. Die Menschen hier haben verstanden, dass man eine Not nicht gegen die andere ausspielen darf.

ÖSTERREICH: Spielen Sie auf die Mindestsicherung an?

Landau: 2017 muss es gelingen, eine breite Koalition zur Sicherung des sozialen Friedens zu schmieden. Bund und Länder müssen daran arbeiten, kinderreiche Familien nicht zu Familien mit armen Kinder zu machen.

ÖSTERREICH: Ihr Weihnachtswunsch an die Regierung?

Landau: Es gibt 400.000 Menschen in unserem Land, die akut arm sind, und eine Rekordarbeitslosigkeit. Ich erwarte mir, dass die Regierung diese Aufgaben mit großer Entschiedenheit angeht. 2017 muss ein Jahr des Tuns werden. Wir dürfen mehr als bisher die Not der Österreicher nicht vergessen.(fis)

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