21. Juli 2010 10:49
„Wir sind völlig verzweifelt, haben keinen blassen Schimmer, wo unsere
Buben sind“, ringt Peters Mutter Elisabeth R. beim Telefonat mit ÖSTERREICH
um Worte. Ihr 14-jähriger Sohn und seine Freunde Sandro K. (14) aus
Fieberbrunn und Adlan M. (15) aus Hochfilzen sind seit Sonntagfrüh abgängig.
Die Jugendlichen sind vermutlich mit dem Pkw von Sandros Vater, einem grünen
Peugeot 307 SW mit dem Kennzeichen KB-967 BO, unterwegs. Ein Ermittler
bestätigt: „Nach Zeugenbefragungen gehen wir davon aus, dass das Trio
gemeinsam auf Spritztour ist.“ Mögliche Ziele: Salzburg oder Bayern.
Dienstag hat die Exekutive die Fahndung deshalb aufs benachbarte Ausland
erweitert.
Abenteuerlust.
Über das Motiv der Ausreißer gibt es derzeit kaum
Anhaltspunkte. Hat sie wirklich nur die Abenteuerlust gepackt? Die
Großmutter von Peter jedenfalls hat keine Erklärung: „Zu Hause ist nix
passiert, was unser Enkerl weglaufen ließ.“ Auch die Kripo schließt
mittlerweile familiäre Probleme oder Schwierigkeiten in der Schule aus.
Handys deaktiviert.
Irritierend: Peter, Adlan und Mario haben
weder Geld, noch Ausweise noch Bekleidung mitgenommen. Also entschlossen sie
sich vermutlich spontan zum gemeinsamen Abtauchen. Unterwegs haben dann alle
sofort ihre Handys deaktiviert, um eine Peilung unmöglich zu machen.
Eltern suchen mit.
Die Ermittlungen der Polizei laufen auf
Hochtouren. Die Eltern suchen die drei Ausreißer auch auf eigene Faust. In
Ortschaften Richtung Rosenheim und Salzburg haben sie Flyer mit den Fotos
ihrer Kinder angebracht. Und sie appellieren an ihre Sprösslinge: „Bitte
kommt zurück! Es gibt keine Strafe, Hauptsache ihr kommt bald und gesund
nach Hause.“