Polizisten-Mörder: Tod durch Tabletten

Selbstmord in Zelle

Polizisten-Mörder: Tod durch Tabletten

Wenige Tage vor einem erneuten Mordprozess mit Aussicht auf eine weitere Bestrafung zu lebenslanger Haft hat sich Gendarmenmörder Amyn Gindia (48) in seiner Einzelzelle in der Justizanstalt Josefstadt das Leben genommen – ÖSTERREICH berichtete.

Gindia, der im März 1989 bei einer Kontrolle den Revierinspektor Johann Habres in Maria-Lanzendorf durch zwei Schüsse ermordet hatte, hinterließ einen Abschiedsbrief. Darin beklagt er seine Perspektivlosigkeit und seinen Gesundheitszustand. Erst vor Kurzem war bei ihm eine schwere Krankheit festgestellt worden, wie sein Verteidiger Rudolf Mayer sagt. Eine kolportierte Krebsdiagnose bestätigte der Anwalt hingegen nicht.

Aber Gindia bekam starke Medikamente. Jüngst soll er diese gehortet und sich schließlich damit vergiftet haben. Die Obduktion des Doppelmörders soll letzte Gewissheit bringen, kann laut Staatsanwaltschaft aber noch Wochen dauern.

Amyn Radnan Gindia, ein Österreicher mit libanesischen Wurzeln, war 2014 nach 24-jähriger Haft bedingt entlassen worden. Nur drei Monate später versuchte er mit einem Komplizen, in eine Apotheke in Floridsdorf einzubrechen. Der Coup scheiterte, es kam zu einer Schießerei mit der Polizei. Schwer verletzt wurde der frühere Doppelmörder festgenommen. Der begnadete Schütze behauptete, dass er die Beamten nicht treffen, sondern durch deren Schüsse sterben wollte. Seine bedingte Entlassung wäre in jedem Fall widerrufen worden.

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