Schnee löst wieder Chaos in OÖ aus

Straßen gesperrt

Schnee löst wieder Chaos in OÖ aus

Ein neuerlicher Wintereinbruch mit heftigen Schneefällen verbunden mit Regen hat am Mittwoch in der Früh in Oberösterreich für ein Verkehrschaos gesorgt. Es mussten sogar Straßen gesperrt werden. Die Folge der winterlichen Fahrverhältnisse waren ausgedehnte Staus. Auch der öffentliche Verkehr war erheblich beeinträchtigt. Tausende Oberösterreicher kamen zu spät in die Arbeit oder in die Schule.

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Der Schnee kam in den Morgenstunden
Gegen 6.00 tanzten in Linz viele und dicke Flocken vom Himmel. Innerhalb kurzer Zeit lag auf den Straßen und Gehwegen eine gut 15 Zentimeter dicke Schneedecke. In einigen Landesteilen ging der Schneefall in Regen über. Die Räumdienste hatten Hochbetrieb, konnten aber nicht verhindern, dass die Autos die sogenannte weiße Pracht zu Schneefahrbahnen und sogar zu Eisschichten verdichteten. Auf den meisten Straßen des Landes einschließlich der Passstrecken herrschten winterliche Fahrbahnverhältnisse.

Lkw lösten Chaos aus
Auf der Mühlviertlerstraße (B310) blieben Lkw hängen, der Abschnitt wurde daraufhin vorübergehend für Schwerfahrzeuge gesperrt. Für etliche andere Straßen wurde Kettenpflicht für Lkw über 7,5 Tonnen, für andere sogar Kettenpflicht für alle Fahrzeuge ausgenommen Allradfahrzeuge verordnet. Die Lamprechtshausener Straße (B156) zwischen Braunau am Inn und Lamprechtshausen musste wegen Eisglätte für den gesamten Verkehr gesperrt werden.

Auf den Stadteinfahrten von Linz, Wels und Steyr kam es zu ausgedehnten Staus. Auf auch nur geringen Steigungen blieben Lkw hängen und sorgten damit für eine Verschärfung der Situation. Auch Linienbusse waren davon betroffen, zum Teil kamen sie beim Verlassen der Haltestellen ins Rutschen und konnten nicht mehr weiter. Einzelne Linien fielen aus. Die Bahn auf den Pöstlingberg verkehrte nur eingeschränkt. Auf den glatten Fahrbahnen kam es wieder zu Ausrutschern. Meldungen über folgenschwere Unfälle lagen aber vorerst nicht vor.

Lawinengefahr steigt
Die Lawinenexperten des Landes Oberösterreich haben davor gewarnt, dass die Lawinengefahr gestiegen sei. Sie ist schon bisher als "erheblich" eingestuft gewesen, werde sich aber aufgrund des intensiven Schneefalls und stürmischen Windes auf "groß" erhöhen, machten sie aufmerksam.

Die Verhältnisse - Neuschnee, stürmischer Wind, zunehmend mildere Temperaturen - seien ungünstig und es sei viel Erfahrung bei der Beurteilung der jeweiligen Lage erforderlich. Abseits von gesicherten Pisten sollte auf frische umfangreiche störanfällige Triebschneeablagerungen in allen Expositionen geachtet werden. Eine Auslösung von Schneebrettlawinen sei bereits bei geringer Zusatzbelastung wahrscheinlich. Auch die Gefahr für Selbstauslösungen von kleineren bis mittleren Lawinen, in den tiefen Lagen von Nassschneelawinen durch Regen, steige an.

Warnung vor Lawinen auch in der Steiermark
In Teilen der Obersteiermark hat der Lawinenwarndienst Steiermark am Mittwoch die Gefahrenstufe auf vier erhöht. Neuschnee und Sturmböen in den Nordalpen seien der Grund für die Warnung vor großer Lawinengefahr. Auch in den Niederen Tauern besteht mit Stufe drei auf der fünfteiligen Skala noch immer erhebliche Gefahr. An vielen Steilhängen könnte schon geringe Zusatzbelastung eine Lawine auslösen, so die Experten.

Speziell im Toten Gebirge an den Grenze zu Oberösterreich steige die Wahrscheinlichkeit von spontanen kleinen bis mittleren Lawinen an. In den südlichen Gebirgszügen der Steiermark wie etwa in den Bezirken Bruck/Mur, Leoben, Murau und Voitsberg war die Lawinengefahr am Mittwoch gering, in den höheren Lagen mäßig.

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