Verbrechen?

Mallorca-Todessturz 
wird zum Politikum

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Justizministerin Karl (VP) in Madrid - Spanischer Minister verspricht Hilfe.

Es kommt Bewegung in das Rätsel um den angeblichen Unfalltod des Mattighofeners Andreas K. (17) – und zwar von ­allerhöchster Stelle.

Spaniens Justizminister Alberto Ruiz-Gallardón versprach Dienstag seiner österreichischen Amtskollegin Beatrix Karl bei deren Besuch in Madrid eine „rasche und lückenlose Aufklärung“ des Todesfalls auf Mallorca. Wie ÖSTERREICH mehrmals berichtete, hatte der Tod des Schlosserlehrlings am 17. August – er ist vom sechsten Stock des Hotels Obelisco in den Tod gestürzt – viele Fragen offen gelassen. Vater Heinrich (50) reiste sofort auf die Partyinsel, um auf eigene Faust zu ermitteln.

Verbrechen?
Nach kurzer Zeit deutete viel auf ein Verbrechen hin: So wurde vier Tage nach Andreas’ Tod noch mehrfach mit seinem (verschwundenen) Handy telefoniert. Und rund 300 Euro fehlten in der Geldbörse des Lehrlings. Spätestens dann war sich Vater Heinrich sicher: „Mein Sohn wurde Opfer eines Verbrechens.“

Foto-Beweis
Als Beweis legte er ein Foto jener Stelle vor, an der Andreas angeblich gestolpert und heruntergestürzt sein soll (siehe Foto rechts): „Andreas stürzte niemals über diese hohe Brüstung. Das ist gar nicht möglich“, so der Vater. Er kritisierte die seiner Meinung nach zu laschen Ermittlungen und erstattete Ende August Strafanzeige. In diesem Zusammenhang erklärte Justizministerin Karl nach einem Gespräch mit Amtskollegen Ruiz-Gallardón: „Der Minister bestätigte mir, dass es noch keine abschließenden Ermittlungsergebnisse gebe. Er werde sich aber persönlich darum kümmern, dass der Unfallhergang schnell geklärt werde.“ Das ist auch des Opfer-Vaters größter Wunsch.

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