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Schwere Unwetter im Burgenland

Überflutungen

Schwere Unwetter im Burgenland

Im Bezirk Oberwart haben am Freitagabend schwere Unwetter zahlreiche Feuerwehren auf Trab gehalten. Bei der Landessicherheitszentrale Burgenland (LSZ) gingen seit Freitag gegen 21.15 Uhr bis Samstagmittag etwa 150 Alarmierungen ein. "Allerdings läuft nicht jeder Einsatz über uns, daher ist davon auszugehen, dass es in Summe weit mehr Einsätze waren", meinte ein Sprecher der LSZ am Samstag zur APA.
 

+++ Extreme Unwetter-Gefahr am Wochenende +++

Allein die Stadtfeuerwehr Oberwart registrierte von Freitagabend bis Samstag, 6.00 Uhr, mehr als 70 Einsätze. "Begonnen hat der Dauereinsatz für uns gestern Abend mit einem Brand in Riedlingsdorf. Dort hat ein Blitz in den Maibaum eingeschlagen", schilderte Pressesprecher Klaus Eberhardt der APA. Die Einsatzkräfte rückten mit acht Fahrzeugen und 30 Mann aus. Bereits während der Anfahrt begann es stärker zu regnen und stark zu hageln. Auch mit den Feuerwehrautos gab es kaum ein Weiterkommen, hieß es von der Feuerwehr.

Durch den vielen Regen liefen schnell Kanäle über. Binnen kürzester Zeit waren viele Keller, Tiefgaragen, große Parkplätze, Straßen und Gassen überflutet. "Das Wasser ist etwa kniehoch gestanden. Mehrere Autos sind weggedrückt worden bzw. geschwommen", berichtete Eberhardt. Einige Straßen mussten gesperrt werden, teilte die Polizei mit.

Am Samstag waren im Bezirk zahlreiche Pump- und Aufräumarbeiten im Gange. Einsätze gab es mittags u.a. noch in den Gemeinden Loipersdorf, Kitzladen und Grafenschachen.

Enorme Schäden

Das Unwetter sorgte nicht nur für zahlreiche Feuerwehreinsätze. Der Hagel richtete in der Landwirtschaft im Bezirk Oberwart sowie im Wald- und im Industrieviertel in Niederösterreich große Schäden an. Laut Österreichischer Hagelversicherung wurde der Schaden in Niederösterreich mit etwa 700.000 Euro, im Südburgenland mit rund 500.000 Euro beziffert. Getreide, Mais, Raps, Soja und das Grünland wurden zum Teil schwer geschädigt. Insgesamt waren 4.000 Hektar in den beiden Bundesländern betroffen.

Schäden gab es auch in Salzburg und Tirol. Ein Murenabgang im Pongau blockierte zum Teil die Wagrainer Bundesstraße zwischen St. Johann und Wagrain. Auf einer Breite von rund einem Meter verlegten etwa einen Meter hoch Schlamm und Geröll die Fahrbahn. In Tirol machte ein Erdrutsch auf einer Länge von 30 Meter die Sellraintalstraße L13 unpassierbar.


 

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