Prozess in Kärnten

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"Seherin" machte Frau um 500.000 Euro ärmer

Der Prozess um eine dreiköpfige Familie aus Kärnten, der schwerer gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen wird, ist am Freitag am Landesgericht Klagenfurt vertagt worden. Das Trio - eine 39-jährige "Seherin", ihr 41-jähriger Mann und dessen 47 Jahre alter Bruder - soll einer 47-jährigen Kärntner Unternehmerin rund 415.000 Euro herausgelockt und das Geld für Reisen und zur Schuldenrückzahlung verwendet haben.

Verteidiger ortet "Racheaktion"

Die drei Villacher waren nicht geständig, ihr Verteidiger Hans Gradischnig ortete bei der Anzeige eine Racheaktion des mutmaßlichen Opfers, da sich der 47-jährige Angeklagte nach elf Jahren Beziehung von ihr getrennt hätte.

Finanzkrise und Weltuntergang prophezeit
Laut Anklage habe die 39-Jährige ein Krebsleiden vorgetäuscht und den Weltuntergang und die Finanzkrise im Jahr 2008 prophezeit, um so an das Geld aus einem Liegenschaftsverkauf des Opfers zu kommen. Sie bot an, das Geld in ihrem Haus aufzubewahren, denn nur dort sei es sicher. Als die Unternehmerin ihr Geld zurück haben wollte, war es plötzlich verschwunden. Den Angeklagten wird vorgeworfen, sie hätten die Hilfsbereitschaft des Opfers und die Angst vor einem Geldverlust ausgenutzt.

Am Freitag waren weitere Zeugen geladen, unter anderem die Tochter der Unternehmerin. Das mutmaßliche Opfer selbst wurde ebenfalls noch einmal einvernommen. Die Verhandlung wurde schließlich von Richter Oliver Kriz vertagt, die Verteidigung stellte einen erneuten Antrag, um die Unschuld des Trios zu beweisen.
 

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