So wechselhaft war der Juli

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So wechselhaft war der Juli

Warm, aber regnerisch - das war der Juli 2009. Heftige Gewitter, Hagel, Sturmböen und vor allem in Norden und Osten intensive Regenfälle wechselten sich mit Sonnenschein und Sommerwetter ab. Die Temperaturen lagen um ein halbes bis eineinhalb Grad über dem 30-jährigen Mittel und auch die Zahl der Sonnenscheinstunden war um zehn Prozent höher als im Durchschnitt, resümierte die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) am Donnerstag.

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Niederschlagreich
Der Trend zum niederschlagsreichen Sommer im Norden und Osten setzt sich fort: Gebietsweise fiel hier doppelt so viel Regen wie im Durchschnitt. In Niederösterreich machte der Schlechtwettereinbruch St. Pölten mit 243 Prozent der üblichen Niederschlagsmenge zur regenreichsten Landeshauptstadt - hier fielen 208 Liter pro Quadratmeter zu Boden. Auf der Hohen Warte in Wien wurden 149 Liter gemessen, was 215 Prozent der Normalmenge ausmacht. Allein am 23. Juli fielen binnen 20 Minuten in der Bundeshauptstadt 32 Liter Regen. Abgesehen von Nieder- und Oberösterreich lagen die Durchschnittswerte um den Mittelwert, etwas zu trocken blieb es in den inneralpinen Regionen zwischen Lienz und Windischgarsten.

Wechselhafte Temperaturen
Temperaturmäßig war der Juli äußerst wechselhaft: Längere Schönwetterphasen wurden regelmäßig von Kaltlufteinbrüchen abgelöst: So lag das Tagesmaximum in Waidhofen an der Ybbs am 18. Juli bei 17,8 Grad, am 23. Juli bei 37,9 Grad (zugleich der höchste Wert im ganzen Monat) und tags darauf bei 27 Grad. In Krimml und Rauris kam es am 18. Juli zu Schnellfällen, fünf Tage später hatte es durch die föhnige Südströmung wieder 31 Grad. Rekordtemperaturen in den 60- bis 70-jährigen Messreihen wurden in Zell am See (35,1 Grad), Gmunden (36,8 Grad) und Bad Goisern (37,3 Grad) am 23. Juli gemessen. Der Tiefstwert des Monats wurde am 26. Juli in St. Jakob im Defereggental gemessen - hier hatte es frostige 1,7 Grad.

Am meisten Sonne im Osten
Im Westen Österreichs lagen die Temperaturen rund ein Grad über dem langjährigen Mittel, in Niederösterreich, Wien und dem Nordburgenland sogar bis zu zwei Grad. Ähnlich wie bei den Temperaturen war auch der meiste Sonnenschein im Osten zu verzeichnen. Neusiedl am See kam in den Genuss von 298 Sonnenstunden (116 Prozent des Durchschnittswertes), Eisenstadt hatte 294 Stunden (114 Prozent). Das Bundesland Salzburg war diesen Juli eher ein schattiger Platz: Mit 163 Stunden bzw. 75 Prozent der Normalmenge hatte man nicht nur die sonnenärmste Landeshauptstadt, sondern mit 131 Stunden bzw. 71 Prozent in Krimml auch den Ort mit dem wenigsten Sonnenschein.

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