Sommer 2007 war Stausommer

Rekord

Sommer 2007 war Stausommer

Wer im vergangenen Sommer auf Österreichs Straßen unterwegs war, dürfte ein Lied davon singen können: Im Vergleich zum Vorjahr gab es um ein Drittel mehr Staus. Zudem fielen diese länger aus, wie die Auswertung der ÖAMTC-Verkehrsmeldungen von den Reisewochenenden während der Sommerferien zeigte. Laut Helmut Beigl, Verkehrsexperte des Autofahrerclubs, wurde der höchste Wert seit fünf Jahren erreicht.

581 Staus mit Mindestlänge von 1,5 Kilometern an Wochenenden
Insgesamt registrierte die ÖAMTC-Informationszentrale an den elf Samstagen und Sonntagen von Juli bis September 581 Staus mit einer Mindestlänge von 1,5 Kilometern. Als Hauptursachen für die Rekordzahl nannte Beigl gegenüber der APA einerseits den heißen Sommer in weiten Teilen Europas, der viele von Fernreisen abgehalten hätte. Andererseits hätten die rund 160 Baustellen auf den Hauptverbindungen Behinderungen mit sich gebracht, jedoch nicht überwiegend aufgrund von Kapazitätseinschränkungen durch Fahrstreifensperren: Rund 60 Prozent der Baustellen-Staus waren auf Unfälle zurückzuführen. Grund für die extrem hohe Zahl an Baustellen war laut ÖAMTC die Fußball-Europameisterschaft im kommenden Jahr, wegen der viele Sanierungsarbeiten vorgezogen worden waren.

Samstag beliebtester Abreisetag
Beliebtester Wochentag für die Fahrt in den Urlaub war der Samstag. 20 Kilometer Stau vor dem Nordportal des Tauerntunnels auf der Tauernautobahn (A10) waren laut Informationen des Autofahrerclubs keine Seltenheit. Eine am 14. Juli gemeldete 30 Kilometer lange Blechschlange bildete den Höhepunkt. Unverändert geblieben ist die Angewohnheit deutscher Urlauber, in der Nacht in Richtung Urlaubsziel aufzubrechen, was stundenlange Verzögerungen bereits ab 2.00 Uhr Früh mit sich brachte.

Neue Flexibilität bei der Rückreise
Relativ neu hingegen war eine deutlich bemerkbare Flexibilität bei der Rückreise. "Die Menschen orientieren sich zunehmend am Wetter. Ist die Prognose schlecht, wird der Urlaub vorzeitig abgebrochen", meinte Beigl. Aus diesem Grund waren Verzögerungen Richtung Norden - etwa vor dem Katschbergtunnel - unter der Woche nahezu gleich lang wie an den traditionellen Rückreisetagen Samstag und Sonntag.

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