Trauer um Aida-Erben

Absturz in Kenia

Trauer um Aida-Erben

„Er ist als Bub oft mit seinem Papa und seinem Bruder zu uns ins Geschäft gekommen“, erzählt Frau Doris, die seit fünfzehn Jahren in der Aida-Filiale in der Wollzeile arbeitet. Traurig sei die Geschichte, sagt Frau Doris und nestelt verlegen an ihrem braun-rosa Kittel. Auch Frau Karin, die seit elf Jahren in der Aida am Stefansplatz arbeitet, kann sich gut an Alexander erinnern. In den vergangenen Jahren, als er im Geschäft mitgearbeitet hat, sei er öfters auch mit Frau und Kind dagewesen. Ein lieber, unkomplizierter Mensch sei Alexander gewesen.

Flieger-Crash in Kenia
Alexander Prousek, ältester Sohn des Aida-Eigentümers, starb vergangenen Freitag im Alter von 26 Jahren bei einem Flugzeugabsturz in Kenia. Der Aida-Juniorchef machte erst 2006 den Pilotenschein. Alexander Prousek hinterlässt eine Frau und einen dreijährigen Sohn.

Umstände ungeklärt
Bereits Ende 2006 kam der Juniorchef mit seiner Gattin und dem gemeinsamen Sohn nach Afrika. Vergangenen Freitag soll er mit einem spanischen Piloten ein Sportflugzeug für einen Kenia-Rundflug gechartert haben. Die kleine Maschine stürzte plötzlich ab – Ursache unbekannt. Örtliche Rettungsmannschaften entdeckten schließlich das Wrack mit den beiden toten Männern.

Aida-Chef Michael Prousek ist jetzt auf dem Weg zum Unglücksort. Sein zweiter Sohn Dominik (21) hält in Wien die Stellung. Dominik studiert noch Betriebswirtschaft und will später ins Unternehmen einsteigen.

Schock
Alexander Prouseks Familie ist vor Trauer gelähmt. Auch die Mitarbeiter stehen unter Schock. Die meisten von ihnen arbeiten seit vielen Jahren im Familienunternehmen, sie fühlen sich persönlich betroffen vom Tod des Juniorchefs. „Alexander und Dominik sind öfter vorbeigekommen und haben nach dem Rechten gesehen und Mehlspeisen gekostet“, erzählen Frau Katharina und Frau Tina von der Filiale am Opernring. Dass Alexander jetzt nicht mehr kommen wird, können sie kaum glauben. Die Aida-Mitarbeiter trauern mit ihrem Chef Michael Prousek (57).

Die legendären rosa-braunen Uniformen und der rosa Aida-Schriftzug gehören seit Jahrzehnten zum Wiener Stadtbild wie der Stefansdom. In der holzgetäfelten Filiale in der Wollzeile stand schon 1948 Wiens erste Espressomaschine, erzählt Frau Doris, der ihr Chef ebenfalls fehlen wird.

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden

Anzeigen

Werbung

Jetzt Live
Diese Videos könnten Sie auch interessieren
Wiederholen
Jetzt NEU

oe24.TV im Livestream: 24 Stunden News!

Live auf oe24.TV 1 / 10

Top Gelesen 1 / 5

  Diese Website verwendet Cookies. Durch die Verwendung dieser Website stimmen Sie dem damit verbundenen Einsatz von Cookies zu.

Es gibt neue Nachrichten
auf oe24.at
Jetzt Startseite laden
Abbrechen