Prozess nach tödlichem Faustschlag

Innsbruck

Prozess nach tödlichem Faustschlag

Verhandlung ohne Öffentlichkeit, es drohen bis zu fünf Jahre Haft.

Wegen schwerer Körperverletzung mit Todesfolge hat sich am Donnerstag ein 18-Jähriger am Landesgericht Innsbruck verantworten müssen. Der junge Mann soll Anfang Jänner diesen Jahres einem 24-Jährigen in Reutte im Tiroler Oberland einen Faustschlag gegen das Kinn versetzt haben. Das Opfer war daraufhin mit dem Kopf am Boden aufgeschlagen und drei Tage später einer Schädel-Hirnverletzung erlegen. Im Fall einer Verurteilung drohen dem Angeklagten bis zu fünf Jahre Haft.

Öffentlichkeit wurde ausgeschlossen

Richterin Nadja Obwieser gab zu Prozessbeginn einem Antrag des Verteidigers Christian Pichler auf Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Sein Mandant sei durch die Angelegenheit ohnehin bereits "psychisch belastet", argumentierte der Rechtsvertreter. Der 18-Jährige befinde sich derzeit in psychologischer Behandlung.

Opfer starb an Schlagfolgen
Zu der Attacke auf den 24-Jährigen war es am 9. Jänner 2011 gegen 3.00 Uhr im Bereich der Lindenstraße in Reutte gekommen. Der Schwerverletzte wurde zuerst ins Krankenhaus in Reutte eingeliefert, musste dann aber aufgrund seiner erheblichen Kopfverletzungen in die Innsbrucker Klinik überstellt werden. Der mutmaßliche Täter wurde erst später ausgeforscht. Ein Urteil wurde für heute erwartet.

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