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oe24.TV-Interview

Schumann: "Schieflage" im Gesundheitssystem

Gesundheitsministerin Korinna Schumann ortet im Gesundheitssystem eine "Schieflage".

Immer mehr Ärztinnen und Ärzte orten in Österreich kein Zweiklassensystem mehr, sondern orten bereits ein Drei- oder Vierklassensystem. Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) teilt im oe24.TV-Interview mit Politik-Chefredakteurin diesen Befund: "Die Analyse stimmt. Wir haben hier eine Schieflage und auf diese Schieflage ist jetzt von politischer Seite zu reagieren". 

Und wie soll reagiert werden: "Wir haben jetzt einen Privatanteil am Gesundheitssystem von 24 Prozent. Damit liegen wir im Spitzenfeld Europas und hier müssen wir schauen, wie fahren wir diesen Teil zurück."

Auf Nachfrage, ob man nicht eher das öffentliche System ausbauen sollte anstatt das private zurückzufahren, meinte Schumann, dass das eine Finanzierungsfrage sei. Aber: "Natürlich werden wir uns auch mit den Verbesserungen im öffentlichen System beschäftigen". 

Gesundheitsreform: Erster Bericht im April

Bei der geplanten Gesundheitsreform untersucht eine externe Firma bis Ende April die Gesundheitsversorgungsstruktur im Land. Aus diesem Bericht soll dann die Reform aufgebaut werden. 

Wie die Gesundheitsreform am Ende konkret aussehen soll, also etwa wer welche Kompetenzen hat und wer was finanziert, darüber hielt sich Schumann noch bedeckt. "Wir machen die Versorgungsanalyse und daraus entwickeln wir dann die Reformen."

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