Sonderthema:
Vierter

Tschetschenen-Wölfe

Vierter "Sittenwächter" gefasst

Der brutale Vorfall ereignete sich, wie ÖSTERREICH berichtete, Ende Februar in der Millennium City. Eine Wienerin war mit ihren Töchtern und einer tsche­tschenischen Mitschülerin im Event-Center gewesen.

Nach dem Besuch einer Bar kam es gegen 23 Uhr zu einer unliebsamen Begegnung mit einer Gruppe junger männlicher Tschetschenen, die darauf bestanden, dass nur sie ihre Landsfrau nach Hause begleiten dürfen. Im Übrigen, so ihr Tenor, sollen Frauen lange Hosen tragen und am besten sittsam verhüllt unterwegs sein. Die Wienerin rief per Handy ihren Mann Martin P., der, ebenso wie ein weiterer Österreicher, in die Mil­lennium City kam, um den Streit zu schlichten.

Da ließen die Tschetschenen die Fäuste sprechen: Beide Zeugen wurden krankenhausreif geprügelt; eines der Opfer verlor fast sein Augenlicht. Die Täter, die allesamt zu einer Gruppierung gehören, die sich „die Tschetschenen-Wölfe“ nennt, flüchteten. Drei von ihnen wurden im Zuge von Ermittlungen des Bundeskriminalamtes gegen eine Mafiabande ausgeforscht und verhaftet.

Verdächtiger bei Verkehrskontrolle geschnappt

Der vierte selbst ernannte Sittenwächter aus der Millennium City wurde Montagnacht bei einer Verkehrskon­trolle in einer Tankstelle in Steyr geschnappt. Auch der 25-Jährige kam in U-Haft. Nur der Jüngste (19) ist auf freiem Fuß. Die übrige Truppe zeigt sich auf ihren „Wolf“-Profilen im Internet uneinsichtig. Einer postet: „Unbeeindruckt von der Polizei. Was sind schon ein paar blaue Männchen gegen meine Streitsucht?“ Es gilt die Unschuldsvermutung.

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