Weiterer Zwischenfall bei Penkenbahn

Nach Kran-Umsturz

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Weiterer Zwischenfall bei Penkenbahn

Nachdem am Donnerstag ein umgekippter Baukran die Penkenbahn in Mayrhofen (Bezirk Schwaz) lahmgelegt hat, beauftragte die Innsbrucker Staatsanwaltschaft einen Sachverständigen, der die genaue Unfallursache feststellen soll. Geklärt werden soll beispielsweise, ob der Kran ordnungsgemäß aufgestellt war und die nötigen Abstände eingehalten wurden.

Kranausleger zu Boden gekracht
Bei den Aufräumarbeiten am Donnerstagabend kam es bei der Baustelle zudem zu einem weiteren Zwischenfall. Der Kranausleger brach und krachte zu Boden, bestätigte Gebhard Klotz, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Mayrhofen. Verletzt wurde dabei niemand.

"Der Kranarm ist bei der Bergung meiner Meinung nach angesägt worden, um den Arm von der Halterung der Gondel zu lösen, und deshalb abgestürzt. Wir haben alle Sicherheitsvorkehrungen eingehalten", sagte Martin Luxner, Chef der Ramsauer Baufirma, am Freitag gegenüber "ORF Radio Tirol". Der Kranarm sei so programmiert, dass ein Abstand zur Penkenbahn von sechs Metern eingehalten werden sollte. "Schuld war unserer Ansicht nach ein starker Windstoß, der den Kran zum Kippen gebracht hat," erklärte er.

Aufräumarbeiten bis in die Nacht
Laut Klotz dauerten die Arbeiten noch bis 23.00 Uhr an. Die Freiwillige Feuerwehr Mayrhofen war mit 20 Mann und vier Fahrzeugen im Einsatz. Ein Notarzthubschrauber und 25 Mitarbeiter des Roten Kreuzes unterstützten darüber hinaus die Bergearbeiten.

Der Ausleger eines Baukrans war am Donnerstag gegen 14.30 Uhr in das Zugseil der Penkenbahn geraten. Das Kranteil traf eine mit einer Familie besetzte Gondel an der Aufhängung. Das deutsche Ehepaar und ihr Kleinkind konnten aber unverletzt gerettet werden. Rund neun weitere Insassen mussten ebenfalls geborgen werden. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.

Starke Windböen
Zu dem Unfall war es bei einer privaten Baustelle in der Nähe der Talstation der Seilbahn gekommen. Die genaue Ursache war noch unklar, vermutet wurde aber, dass starke Windböen dafür verantwortlich waren. Der Wind erschwerte auch die Bergung der festsitzenden Personen in den Gondeln. Es wurde befürchtet, dass der Hubschrauber bei diesen Bedingungen nicht fliegen könne.

Die Freiwillige Feuerwehr Mayrhofen brachte die Familie in der getroffenen Gondel sofort mit Hilfe einer Bergeleiter in Sicherheit. Die anderen Passagiere wurden, nachdem sich die Windverhältnisse gebessert hatten, per Hubschrauber und Tau in Sicherheit gebracht. Sorgen bereitete den Einsatzkräften die Schieflage des Baukrans. Er drohte gänzlich umzustürzen und auf eines der umliegenden Gebäude zu fallen.

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