"> Deutscher Kindes-Entführer im Burgenland gefasst
Deutscher Kindes-Entführer im Burgenland gefasst

Aktenzeichen XY

Deutscher Kindes-Entführer im Burgenland gefasst

Nach der Festnahme eines 40-jährigen Deutschen, der Ende Juni seine 18 Monate alte Tochter zu Hause abgeholt hatte und seither mit dem Kind auf der Flucht war, ist die Mutter des Mädchens am Sonntag in Eisenstadt eingetroffen. Die Frau habe das Kind bereits am Vormittag abgeholt und werde am Sonntagabend die Rückreise nach Deutschland antreten, bestätigte das Landeskriminalamt Burgenland. Bei dem Kind seien äußerlich keine Auffälligkeiten zu bemerken gewesen. Auch aus medizinischer Sicht dürfte es keine Missstände geben. "Sie war versorgt", so ein Beamter. Der Vater des Kindes befindet sich unterdessen in der Justizanstalt Eisenstadt. Über eine Auslieferung nach Deutschland entscheidet das Gericht

Zugriff am Samstag
"Die Ereignisse haben sich am Nachmittag überschlagen", so ein Beamter der burgenländischen Sicherheitsdirektion. Der Verdächtige habe seine Tochter bei einer Frau in Siegendorf gelassen. Er hätte das Kind spätestens morgen, Sonntag, auf einem Eisenstädter Flohmarkt wieder sehen sollen. Ursprünglich wäre ein Zugriff der Polizisten erst dann vorgesehen gewesen. Exekutivbeamte in Rust kamen diesem Unterfangen aber am Samstagnachmittag zuvor.

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Internationaler Haftbefehl
Nach dem Kriminellen wurde bereits gefahndet. Gegen den 40-jährigen Deutschen lag ein internationaler Haftbefehl vor. Auch das Pkw-Kennzeichen sei den Beamten bekannt gewesen. Dieses wurde von Polizisten am Samstagnachmittag in Rust gesehen, samt dem Verdächtigen, der sich im Fahrzeug befand. Der Mann wurde in der Folge festgenommen und in die Justizanstalt Eisenstadt eingeliefert. Er soll nach Deutschland ausgeliefert werden. Die 18 Monate alte Tochter wurde zunächst in eine betreute Einrichtung gebracht, hieß es von der Polizei. Dem Kind gehe es gut.

Der Fall hatte bereits am vergangenen Donnerstag nach der TV-Serie "Aktenzeichen XY" in Österreich für Aufsehen gesorgt. Es gingen Anrufe ein, wonach der Verdächtige in Nieder- und Oberösterreich gesehen worden sei. In der Umgebung von Steyr und Linz sowie bei Amstetten soll sich der Mann zunächst aufgehalten haben. In der Folge meldeten sich auch am Samstag Zeugen, die den Verdächtigen Tage davor im Burgenland in Siegendorf mit seiner Tochter erkannt hätten.

Laut Ermittlungen der Kripo Bielefeld dürfte der 40-Jährige, der Besuchsrecht hatte, seine Tochter am 30. Juni 2007 von zu Hause abgeholt haben, um mit ihr einen Safari-Park zu besuchen. Danach waren beide zunächst unauffindbar. Die Entführung habe der Mann vermutlich länger geplant gehabt.

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