Darabos soll das Stadion jetzt retten

Finale ums Stadion

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Darabos soll das Stadion jetzt retten

Bürgermeister Christian Scheider (BZÖ) kämpft ums Klagenfurter Stadion. Damit es die 30.000 Sitzplätze behält und nicht rückgebaut wird. Er ruft alle Fans auf: „Schreibt eure Meinung an Sportminister Darabos.“ Scheider blitzte zuletzt mit seinem Versuch, mehr Geld fürs Stadion locker zu machen, bei Finanzstaatssekretär Lopatka ab.

Bis spätestens Ende September soll eine Entscheidung darüber fallen, ob und auf wie viele Sitzplätze das Klagenfurter Stadion zurückgebaut werden soll. Fast täglich erhält Klagenfurts Bürgermeister Christian Scheider ermunternde Anrufe und E-Mails, sich doch dafür einzusetzen, dass das Stadion mit seinen 30.000 Sitzplätzen den Fans erhalten bleibt.

Aktuell ließ ÖFB Generaldirektor Alfred Ludwig aufhorchen. „Er hat mir mitgeteilt, dass er in Klagenfurt fix zwei Länderspiele im Jahr plane, aber die Sitzplätze müssten dann schon bei 30.000 liegen“, so Scheider.

Bedauern
Am Montag bedauerte er, dass die Aufforderungen und Ermunterungen leider nur an ihn, nicht aber an den Bund gerichtet wurden. Dort läge das Geld, das flüssig gemacht werden sollte, damit die Arena auch in Zukunft für Ländermatches bespielbar bleibt. „Wir von der Stadt haben kein Geld“, so Scheider. Die Stadt steckt tatsächlich in einer schweren Finanzkrise. Das Stadion ist nur ein Prestige-Projekt, das nicht mehr belasten darf.

„Ich hätte eine Riesenfreude, wenn sich Herr Ludwig vom ÖFB gleich direkt an Sportminister Darabos wenden würde. Denn der hat die 19 Millionen Euro, die notwendig sind, um das umzusetzen“, so Scheider. Er ermuntert die zahlreichen Fans ihr Stadion-Anliegen direkt an den Sportminister zu senden.

Um 5 Millionen zu wenig
Unterdessen hadert Klagenfurts Bürgermeister noch immer mit der Vereinbarung, die sein Vorgänger Harald Scheucher (ÖVP) mit dem Bund getroffen hatte: das Stadion für 10,6 Millionen Euro zurückzubauen. „Mit der Summe, die um rund fünf Millionen Euro zu niedrig ist, hat er uns ein Ei ins Nest gelegt. Ein faules noch dazu. Jetzt ist er in Pension und sieht sich das Theater aus der Ferne an. Ich habe deshalb Zoff ohne Ende“, schimpft Scheider.

Die Baufirma Porr, die monatlich eine Miete in der Höhe von 300.000 Euro für die oberen Sitzränge des Stadions kassiert, zeigte zuletzt Verständnis und setzte die Miete vorerst aus.

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